Erdreich und Füllmaterial großflächig verteilt

Anwohner kritisiert: Bäume am alten Freibad sind eingebuddelt 

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Anwohner Klaus Müller zeigt die eingebuddelten Bäume.

Plettenberg – Am alten Freibad Grünetal sieht es wüst aus. Ein Anwohner bemerkte, dass dort in den vergangenen Wochen große Mengen Erdreich und Füllmaterial abgeladen und verteilt wurden. Seine Kritik: Die alten Bäume wurden teils bis zu einem Meter tief eingebuddelt - obwohl ihnen das nicht gut tun dürfte.

Als es das Warmwasserfreibad im Grünetal noch gab, parkten vor dem Vorwärmteich die Freibadbesucher. Das beliebte Freibad und der Vorwärmteich sind längst Geschichte - und dort, wo früher Autos unter den Bäumen parkten, sieht es jetzt wüst aus.

Anwohner Klaus Müller sah, wie ein Bauunternehmen dort im Auftrag der Stadt Plettenberg in den letzten Wochen große Mengen Erdreich und Füllmaterial ablud und anschließend großflächig verteilte.

Mehrere Bäume meterhoch von Erdreich umgeben

„Ich verstehe nicht, warum hier so viel Material aufgebracht werden musste, denn damit wurden die alten Bäume teilweise bis zu einem Meter tief eingebuddelt“, kritisiert Müller, der oberhalb des Landemerter Wegs wohnt. Und in der Tat sind gleich mehrere Bäume meterhoch von Erdreich umgeben, was bekanntermaßen nicht gut ist für die Bäume. 

Das bestätigte auch Henning Dahlmeier, Leiter der gleichnamigen Gärtnerei in Hüinghausen. „Es kommt auf die Bäume an, wie gut sie es vertragen. Das ist von Baumart zu Baumart unterschiedlich. Aber gut ist es ganz sicherlich nicht, wenn die Wurzeln nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden“, so Dahlmeier.

So idyllisch war einst das Freibad Grünetal. Unweit davon sieht es heute wüst aus...

Lagerfläche für Materialien und Baufahrzeuge

Angelegt wurde die Fläche hinter dem Freibadgelände mit Blick auf die in diesem Jahr geplante Sanierung der Plettenberger Innenstadt. Dort sollen Materialien und Baufahrzeuge gelagert und abgestellt werden können. Die Ausschreibung für den ersten Abschnitt der Innenstadtsanierung ist bereits erfolgt. In den nächsten Wochen soll die Angebote ausgewertet werden, ehe der Großauftrag von der Stadt Plettenberg vergeben wird. 

Bauamtsleiter Sebastian Jülich habe keine Kenntnis von dem Problem: „Die Beschwerde ist mir nicht bekannt. Aber ich schaue mir das mal bei Gelegenheit an“, lautete seine kurze Stellungnahme zu den Bauarbeiten auf dem einstigen Freibadgelände.

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