Brandschutz entsprach nicht mehr den Anforderungen

Die Kirchenorgel als das letzte große Projekt in der Johanniskirche

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Orgelbaumeister Thomas Wiggering (li.) hat die Restaurierung fast abgeschlossen. Organist Peter Brennscheid (re.) wird am Sonntag im Gottesdienst, den Pfarrer Uwe Brühl (Mitte) hält, wieder auf der Orgel spielen können.

Plettenberg - Ab kommenden Sonntag, 26. November, erklingt die Orgel in der Johanniskirche wieder zu den Gottesdiensten. Diese wurde in den letzten drei Monaten restauriert. Orgelbaumeister Thomas Wiggering ist mit den Arbeiten in den letzten Zügen. Damit wird das letzte große Projekt in der Eiringhauser Kirche abgeschlossen.

Die Orgel in der Johanniskirche stammt aus den 70er Jahren und war in die Jahre gekommen. Eine Restaurierung war dringend notwendig. „Es flossen hohe Ströme und Funken haben sich gebildet. Das war zu gefährlich. Die Orgel entsprach nicht mehr den Sicherheitsanforderungen für den Brandschutz“, erklärt Thomas Wiggering. Er hatte bereits 2016 die Orgel in Altena restauriert, nachdem diese bei einem Brand 2015 in der Lutherkirche beschädigt worden war. Man sprach damals in Altena von Brandstiftung.

Durch die Baumaßnahmen in der Johanniskirche in den letzten Jahrzehnten sei das Instrument zudem verschmutzt gewesen und daher wurde es technisch nicht nur auf den neusten Stand gebracht, sondern auch durch den Orgelbaumeister gereinigt. Alle Pfeifen der Orgel wurden bereits gesäubert, der Klang wurde neu gestimmt und eine neue Schaltung der Register wurde eingebaut.

Die neue Registratur- und Setzanlage der Orgel.

Diese sorgt für die verschiedenen Klangfarben der Pfeifen und die gewünschte Lautstärke. Zuvor handelte es sich um eine altmodische Registerschaltung zum Ziehen. Die Steuerung wird jetzt von einem Computer übernommen, über den die Orgel programmiert werden kann. Die Reinigung und der Elektrikumbau kosten 60 000 Euro. Finanziert wird die Erneuerung der Orgel von der evangelischen Kirchengemeinde in Eiringhausen.

„Die Orgel in der Johanniskirche ist eine Seltenheit“, weiß Organist Peter Brennscheid. Sie sei 32 Fuß hoch und habe drei Glockenspielwerke. „Davon gibt es nur wenige in Deutschland“, erklärt er. Während der Restaurierung spielte Peter Brennscheid während der Gottesdienste auf einer Truhenorgel, die provisorisch vor dem Altarraum aufgestellt worden ist. „Die Orgel auf einen neuen Stand zu bringen, ist das letzte große Projekt in der Kirche. Die Johanniskirche ist somit in einem perfekten Zustand“, sagt Peter Brennscheid.

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