Kindergarten St. Laurentius als Fairtrade-Kita ausgezeichnet

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Plettenberg - Wenn sich die Vorschulkinder aus dem St. Laurentius-Kindergarten vorstellen, dass Kinder in ihrem Alter in anderen Ländern arbeiten müssen, dann reagieren sie fassungslos. Dass aber auf der Erde tatsächlich die Jüngsten der Familie schon mithelfen müssen, Geld für ihre Geschwister und Eltern zu verdienen, haben sie in den letzten Monaten gelernt. Nun setzen sie sich dafür ein, dass es anderen Kindern besser geht.

Der Kindergarten hat gestern das Fairtrade-Siegel erhalten, aber viel wichtiger ist das Wissen, das jedes einzelne Kind seit gut einem Jahr mitnehmen kann. Die Erzieher haben das Thema Fairtrade und ganz allgemein die Gerechtigkeit in den Alltag eingebaut. Woher kommt eigentlich die Banane? Wie entsteht Schokolade? Und muss ich Plastikverpackungen immer gleich wegwerfen oder kann ich sie wiederverwenden? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigen sich die Kleinen im Verlauf ihres Kindergartenjahres.

Vor allem die Wiederverwertung (neudeutsch: Upcycling) spielte eine große Rolle. Erzieherin Uta Reeder hat im letzten Jahr mit den Vorschulkindern, die im Kindergarten nur die „Riesen“ genannt werden, Erstaunliches ausprobiert. Aus Milchtüten wurden Vogelhäuser, aus Plastikflaschen Musikinstrumente und aus alten Zeitungen neues Papier.

Bei der Auszeichnung gestern durch Claudia Pempelforth von dem Projekt Faire Kita mit Sitz in Hagen stand aber die Banane im Mittelpunkt. Den zahlreich erschienenen Eltern demonstrierten die Kinder mit einem Theaterstück den Weg der Banane von Ecuador bis nach Deutschland. Großer Applaus war den Kindern sicher. Der Elternbeirat bedankte sich beim Kita-Team mit einem großen Fairtrade-Korb und die Plettenberger Fairtrade-Gruppe hatte in Person von Heino Büsing Schokolade als Geschenk mitgebracht.

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