PSG-Mitglieder stimmen im Rahmen der JHV für Umgestaltung des Fest-Freitags

„Kinder sind unsere Zukunft – das muss gewürdigt werden!“

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Von insgesamt 180 (!) anwesenden Mitgliedern der PSG stimmten 142 für den Vorschlag des Vorstandes im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung.

Plettenberg - Mit überwältigender Mehrheit wurde bei der Jahreshauptversammlung der Plettenberger Schützengesellschaft am Freitagabend der Änderungsentwurf des Vorstandes zur Umgestaltung des Schützenfestfreitages angenommen.

Man hatte sich bei der PSG im Vorfeld der Jahreshauptversammlung wohl verrechnet, denn die bereitgestellte Bestuhlung reichte bei Weitem nicht aus. Ob des großen Andrangs an Teilnehmern mussten immer wieder neue Sitzmöbel herbei geholt werden. Das veranlasste den ersten Vorsitzenden Thomas Knappe bei der Eröffnung zu der Aussage: „Das ist ja wie bei einem großen Fußballspiel, das aufgrund des großen Andranges erst später angepfiffen wird“. 

Von insgesamt 180 (!) anwesenden Mitgliedern stimmten 142 für den Vorschlag des Vorstandes, 29 stimmten für den Vorschlag der Biergerichtskommission, sechs Mitglieder enthielten sich der Stimme, und drei Mitglieder hatten nicht abgestimmt. Nach allein hierfür weit mehr als einer Stunde, war der wichtigste Tagesordnungspunkt der Versammlung abgeschlossen und erledigt. 

Bei der Variante eins des Vorstandes soll der Huldigungsmarsch durch die Stadt und dann zur Schützenhalle und nicht wie bisher zur Martin-Luther-Schule führen. Im Anschluss findet das Kindervogelschießen, die Proklamation des neuen Königs und im weiteren Verlauf ein Familienabend mit musikalischer Begleitung statt. „Im Fokus stehen bei dieser Variante die Kinder. Sie schießen dann ihren Vogel in einer gut gefüllten Schützenhalle im Beisein ihrer Mütter, Väter und anderen Familienangehörigen. Das Kindervogelschießen ist dann keine Randveranstaltung mehr, sondern es bekommt einen seinem Wert entsprechenden Platz im Festablauf“, führte Vorsitzender Thomas Knappe aus. 

Die Biergerichtskommission legte in ihrer Variante einen ganz anderen Ablauf des Freitages vor. Sie schlug vor, das Biergericht nicht mehr montags, sondern freitags mit einem abschließenden Dämmerschoppen stattfinden zu lassen. Biergerichtspräsident Sebastian Kintner vertrat in seiner Vorstellung die Ansicht, dass die Halle dadurch deutlich besser gefüllt sein würde: „Wir haben montags immer mehr Teilnehmerschwund, weil Leute nicht frei bekommen und Schüler und Studenten gezwungenermaßen nicht da sind. Der Freitag ist für alle das Beste.“ 

Im Verlauf der nun folgenden Abwägungen durch verschiedene Mitglieder, wurden gar noch zwei weitere Varianten zur Diskussion gestellt. So wurde vorgeschlagen, das Biergericht bereits am Donnerstag stattfinden zu lassen und am Montag einen Frühschoppen durchzuführen. Ein weiteres Mitglied machte den Vorschlag, doch alles so zu lassen, wie es zurzeit ist. Diese beiden Vorschläge wurden später aber aus der Abstimmung genommen. Was dann folgte war zwar eine lange, aber in jeder Phase sachbezogene Aussprache. Persönliche Angriffe gegen den einen oder anderen blieben völlig außen vor. Mehrere Redner nahmen ihre Stellungnahme zum Anlass an die Schützen zu appellieren, sich intensiver am Fest zu beteiligen. „Es kann nicht sein, dass die Kinderkönigsproklamation am Sonntag vor leerer Halle stattfindet und die Schützen lieber draußen stehen oder nach Hause gehen“, hieß es unter anhaltendem Beifall. „Ich finde es klasse, den Kindern eine besondere Plattform zu bieten. Sie sind unsere Zukunft, und das muss gewürdigt werden. Aber auch der Montag muss bleiben wie er ist“, meinte Thomas Fröhlich. 

Uwe Trauzettel sagte: „Beide Vorschläge haben großen Charme. Es fällt schwer, den einen oder anderen zu favorisieren. Wie wäre es denn, den einen in diesem Jahr, den zweiten im kommenden Jahr zu probieren?“ Dem erteilte der Vorsitzende jedoch eine Absage: „Es muss eine klare Linie geben, und die wollen wir fahren.“ Dann stellte Thomas Knappe fest, viele Meinungen gehört zu haben, und er bat die Anwesenden um ihr Handzeichen. Mit der eingangs beschriebenen Klarheit des Ergebnisses hatten aber letztlich dann wohl die wenigsten gerechnet. 

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung. Und da stand der Montagsball auf dem Prüfstand. Solle der Königsball im fünfjährigen Rhythmus stattfinden oder komplett wegfallen? Hier wurde nicht lange diskutiert, sondern die Variante eins einstimmig angenommen.

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