Kinder glänzen beim Juz-Theater mit Spontanität

+
Schneewittchen und die böse Hexe. In diesem Improvisationsstück haben die Kinder ihr Bestes gegeben und mit spontanen Ideen überzeugt.

Plettenberg - „Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?“, oder „Wer hat aus meinem Becherchen getrunken?“, sind wohl sehr bekannte Zitate aus dem Märchen „Schneewittchen“. Die Frage „Wer hat auf mein Tellerchen gekotzt?“, dürfte es wohl jedoch noch nicht allzu oft gegeben haben – bei der gestrigen Theateraufführung im Plettenberger Jugendzentrum war jedoch eigentlich nichts Besonderes in diesem scherzhaft inszenierten Stück, dennoch konnten sich die Zuschauer vor Lachen kaum halten.

„Schneewittchen“ war nur ein Stück der beiden Aufführungen, die die „Theaterchaoten“ gestern im Jugendzentrum auf die Bühne brachten. Zuvor gab es das Märchen „Aschenbrödel“ zu sehen, das unter Leitung von Silke ebenfalls auf ironische Art und Weise inszeniert wurde. „Ich bin selbst Autorin von Theaterstücken und arbeite nicht zum ersten Mal mit so einer Gruppe. Deshalb weiß ich schon, wie man es angehen kann, sodass die Kinder viel Spaß bei der Sache haben“, weiß die Theatergruppen-Leitung. Seit Montag hat sie mit den etwa 25 Kindern im Rahmen des Ferienspaßes des Jugenzentrums jeweils eine Stunde pro Tag gearbeitet. „Wir haben am Montag mit Sprachübungen angefangen, dann wurden Sketche einstudiert, und schließlich ging es dann an die Theaterstücke“, so Silke.

Ihren Nachnamen möchte die Honorarkraft nicht erwähnen, denn „die Kinder stehen hier ganz klar im Vordergrund, ich bin nicht so wichtig“, sagt die Plettenbergerin ganz bescheiden. Außerdem wolle sie sich auf diesem Wege noch einmal beim gesamten Jugendzentrum-Team bedanken, denn „die haben mir immer den Rücken freigehalten, das war ganz toll und hat sehr viel Spaß gemacht“. Nicht nur der Leiterin der Theatergruppe, auch den Kindern hat diese Arbeit Freude bereitet – das war den Mitwirkenden gestern Mittag ganz deutlich anzumerken.

Besonders beim Improvisationstheaterstück bewiesen die Kids Spontanität und schauspielerisches Können. Und auch wenn dann hin und wieder ein eher untypischer Satz für ein Theaterstück herauskam, hatten sowohl Betreuer, die Mitwirkenden selbst als auch die Zuschauer ihren Spaß. Nach dem Theaterstück präsentierte Jugendzentrumsleiter Oliver Abel noch etwas ganz Besonderes: Ferienspaßkind Yanik hatte in dieser Woche eigens ein selbstfahrendes Auto gebaut, das er nun den anderen Kindern stolz zeigte. Mit großen Augen staunten die anderen und applaudierten kräftig für die tolle Leistung des Schülers. Anschließend stand das gemeinsame Mittagessen im Jugendzentrum „Alte Feuerwache“ auf dem Tagesprogramm – und somit war schon wieder eine weitere Woche beim Ferienspaß im Jugendzentrum vorbei. Wie die Zeit vergeht...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare