Den fleißigen Bienen über die Schulter schauen

+
Der gerade erst geschleuderte Honig fand schnell viele Fans.

Manche von ihnen werden leckeren Honig bereits am Morgen auf dem Frühstückbrötchen genossen haben. Einige Stunden später konnten die Kinder des Familienzentrums Oestertal den Produzenten dieser Leckerei bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen – dank Imker Hubert Wicker aus Hülschotten.

Auf die Frage, welcher Honig denn besser geschmeckt hat, kam spontan von Ilkay die Antwort: „Dieser hier!“ Er hatte noch seinen Löffel, wie auch die anderen sieben Kinder, in der Hand, von denen sie gerade die letzten Reste mit frisch geschleuderten Honig schleckten. Zuvor hatte Hubert Wicker an Hand eines geöffneten Bienenstockes erklärt, wie darin die Bienen leben und arbeiten.

Vier volle Wabenplatten hielt er bereit, um den Werdegang des Honigs zu erklären. Eigentlich handelt es sich hierbei um den Wintervorrat für die fleißigen Tierchen – als Ersatz bekommen sie vom Imker Zuckerwasser. Uns dient dieses gesunde Naturprodukt als vielseitiges Nahrungsmittel.

Die Wabenplatten waren noch mit Wachs verschlossen. Vorsichtig schabte Wicker dieses ab und legte die gefüllten Waben frei. In einer Zentrifuge wurde der Honig aus den Platten herausgeschleudert. Anschließend konnte er an einem Zapfhahn entnommen werden.

Doch nicht nur die Kinder erfreuten sich an dem frisch geschleuderten Honig. Renate Bundels, Leiterin des Familienzentrums, hatte für jedes Kind um die Begleitung eines Elternteils gebeten. So streckten sich letztendlich noch weitere neun Löffel dem Bienenvater zum Probieren entgegen. Keiner kam zu kurz.

Dass der geschleuderte Honig noch gesiebt werden muss, lernten die Kinder ebenfalls.

Wicker hat am Ortsausgang Richtung Sonneborn, nicht weit von seiner Imkerei, ein kleines Paradies für Bienen und Insekten geschaffen. Ein Rinnsal hat er etwas aufgestaut, sodass sich im und am Wasser viele Kleinlebewesen ansiedeln konnten. Ein Minifrosch sollte als Beweis dienen. In einem Insektenhotel ist Platz für viele, die dort überwintern und somit überleben werden. In der benachbarten Wiese finden nicht nur Bienen einen gedeckten Tisch.

Die quirlige und sehr interessierte Gruppe des Familienzentrums an der Hütte von Imker Hubert Wicker.


Apropos gedeckter Tisch: In und um eine von Wicker gebaute, innovative Hütte bei der Wiese fand auch wieder der traditionelle Abschluss statt. Wasser und Säfte, Kaffee, Brot und Butter hatte die Gruppe vom Oestertaler „Naturprojekt mit Kindern und Eltern“ mitgebracht und Wicker steuerte auch wieder ein Glas vom gerade gesiebten Honig bei – ein Erlebnis, nicht nur für die Kinder.

Zum Abschied bekam Bundels noch ein stattliches Tütchen mit Samen für eine Streublumenwiese, die auf dem Gelände des Familienzentrums in der Nähe des schon vor einigen Jahren gebauten Insektenhotels entstehen soll. Für Wanderer und Interessierte hält Wicker in der Hütte immer Informationsmaterial über unsere Bienen und Insekten bereit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare