Wok-Pfanne löst Küchen-Brand aus

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Die Betreiber des mongolischen Restaurants in der ausgebrannten Küche.

Plettenberg - Wie bereits berichtet, kam es am Dienstag gegen 19 Uhr im mongolischen Restaurant „Kim’s Garden“ am Böddinghauser Weg zu einem Brand im Küchenbereich.

Die Wok-Pfanne in der Küche hatte gegen 19 Uhr aus noch ungeklärter Ursache Feuer gefangen. Zunächst versuchten die Restaurantbetreiber das brennende Fett mit einem Pulverlöscher und einer Löschdecke zu ersticken, doch das gelang nicht. Da die Rauchentwicklung immer stärker wurde, evakuierte die Betreiber kurzerhand das benachbarte Restaurant mit 15 Gästen und baten alle nach draußen.

 Der Brand in der Küche breitete sich auf das Kücheninventar und die Dunstabzugsanlage aus. Die bis zum Dach führende Absauganlage geriet ebenfalls in Brand. Mit dem Stichwort „Brand im Gebäude“ rückten nach einem Notruf in der Feuer- und Rettungsleitstelle des Märkischen Kreises die alarmierten Einheiten der Plettenberger Feuer- und Rettungswache sowie des Löschzuges III (Eiringhausen, Ohle und Selscheid) aus. 

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte hatten sich die Gäste und Bewohner des Hauses bereits in Sicherheit gebracht. Zwei Trupps drangen unter schwerem Atemschutz durch den Eingang des Restaurants sowie von der Gebäuderückseite in die Küche vor. Da Flammen und Rauch auch im Dachbereich zu erkennen waren, wurde umgehend die Drehleiter ausgefahren. Auch die über dem Restaurant befindlichen rauchfreien Wohnungen wurden sicherheitshalber durch die Feuerwehr kontrolliert. Den Brand konnte die Feuerwehr schnell unter Kontrolle bringen.

 Nachlöscharbeiten im Dachgeschoss Aufwändig gestalteten sich jedoch die Nachlöscharbeiten in der bis zum Dachgeschoss führenden Verrohrung der Absauganlage. Diese musste zum Teil von den Einsatzkräften auseinandergebaut werden, um die Glutnester, die mit einer Wärmebildkamera aufgespürt werden konnten, abzulöschen. Erst gegen 21 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr in ihre Standorte einrücken. Die genaue Brandursache wird noch untersucht und auch die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch offen. 

Pächterin Kim Nhan und ihr Bruder Duc-Thai Nhan rechnen aber allein im Küchenbereich mit einem Schaden von rund 30 000 Euro. „Morgen kommt ein Sachverständiger der Versicherung. Vorher können wir nicht viel machen“, bedauern die Betreiber, die das asiatisch-mongolische Restaurant lieber heute als morgen wieder eröffnen würden. Doch ohne Küche ist das nicht möglich. „Wir haben in den nächsten Tagen und am Wochenende viele Tischreservierungen und größere Feiern, die wir jetzt erst einmal absagen müssen, da wir selbst noch nicht genau sagen können, wann hier alles saniert und fertiggestellt ist“, sagt Duc-Thai Nhan, der das Restaurant vor elf Jahren mit seiner Schwester eröffnete. 

Dankbar zeigte er sich über das schnelle Eintreffen der Feuerwehr, die Schlimmeres verhindert habe. Die große Edelstahlabzugshaube tat ihr Übriges und habe einen Großteil der Flammen nach oben abgeführt. Froh sind die Betreiber, dass niemand der Gäste und der eigenen Kinder im Stockwerk darüber zu Schaden kam. 

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