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Kettensägen-Angreifer bleibt in Haft - und muss jetzt vor Gericht

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Von: Sebastian Schulz

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Bereits auf der Treppe zum Rönk’ser Treff gab die Motorsäge eines 51-jährigen Finnentropers den Geist auf, der daraufhin mit einem Messer auf den Wirt zusteuerte, aber schließlich überwältigt werden konnte.
Bereits auf der Treppe zum Rönk’ser Treff, einer kleinen Gaststätte in Finnentrop-Rönkhausen, gab die Motorsäge eines 51-jährigen Mannes den Geist auf, der daraufhin mit einem Messer auf den Wirt zusteuerte, aber schließlich überwältigt werden konnte. © Dickopf

Diese Attacke sorgte bundesweit für Schlagzeilen: Ein Mann wollte mit einer Kettensäge und einem Messer den Neuen seiner Ex angreifen. Er landete im Knast - und bald vor Gericht.

Finnentrop-Rönkhausen - Ein Blutbad konnte zwar verhindert werden – aber für den Angreifer hat der Fall dennoch ein Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erhoben. Der Verhandlungstermin steht zwar noch nicht fest, dürfte aber in Kürze stattfinden.

Kettensägen-Angreifer bleibt in Haft - und muss jetzt vor Gericht

Staatsanwalt Rainer Hoppmann bestätigte die Anklage an diesem Freitag gegenüber unserer Zeitung. Ganz aktuell konnte er auch berichten, dass ein Haftprüfungsantrag, den die Verteidigung gestellt hatte, aus Sicht des Angeklagten keinen Erfolg hatte. Mit anderen Worten: Der 51-jährige Angreifer bleibt weiterhin in Untersuchungshaft und wird aller Voraussicht nach auch bis zur Hauptverhandlung hinter Gittern bleiben.

Offen ist noch die Frage, wann diese Verhandlung vor dem Schwurgericht Siegen stattfinden wird. Staatsanwalt Hoppmann konnte noch keinen Termin nennen, sagt aber, dass in aller Regel bei Fällen wie diesen innerhalb von sechs Monaten nach der Inhaftierung verhandelt wird.

Kettensägen-Angreifer bleibt in Haft: Seit dem 1. Januar 2022 ist der Mann hinter Gittern

Seit dem 1. Januar sitzt der Mann nun in Haft. Tags zuvor hatte er den Angriff ausgeführt, über den seinerzeit ausführlich berichtet wurde. Er soll in Schlangenlinien zu der Kneipe gefahren sein, eher er gegen 23.55 Uhr mit der Motorsäge und einem Messer in der Hand aus dem Auto gestiegen sei. Auf der Treppe vor dem Rönk’ser Treff soll der Mann dann ins Straucheln geraten sein und die laufende Motorsäge ging aus. Versuche, die Motorsäge direkt vor dem Eingang erneut zu starten, scheiterten und der Mann betrat die Gaststätte mit einem langen Messer in der Hand.

Inmitten der geschlossenen und knapp zehnköpfigen Gesellschaft, unter der sich auch die Exfrau des Täters befand, soll der 51-Jährige mit einer Art Küchenmesser zielgerichtet auf den 61-jährigen Wirt zugestürmt sein. Dieser konnte den Angreifer mithilfe von einigen Gästen stoppen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

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