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 Dank Ticketgewinn: Aufbruch ins Interrail-Abenteuer

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Von: Johannes Opfermann

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Gespannt auf ihre gemeinsame Reise: Kenneth Kothe und seine Freundin Marielle Barwich.
Gespannt auf ihre gemeinsame Reise: Kenneth Kothe und seine Freundin Marielle Barwich. © Kothe

Ende August startet für ein junges Pärchen aus der Vier-Täler-Stadt ein großes Abenteuer: Mit Interrail-Tickets, die sie über ein EU-Jugendprogramm gewonnen haben, geht es einen Monat lang quer durch Europa.

Plettenberg - Schon vor einigen Monaten hatte das ST über Kenneth Kothe und Marielle Barwich berichtet, die sich mit der Reise einen Traum erfüllen. Spontan hatten sie sich im Oktober beim Discover-EU-Programm der Europäischen Union um Interrail-Tickets beworben. Ein paar allgemeine Fragen und solche über sich persönlich und ihre Identifikation mit Europa mussten beantwortet werden, eine Sache von wenigen Minuten.

Im Januar erfuhren sie dann, dass sie zwei Tickets gewonnen hatten und begannen mit den Planungen. Ab einem frei wählbaren Zeitpunkt haben die beiden 30 Tage Zeit, in denen sie siebenmal mit dem Interrail-Ticket Zug fahren können. Um die Unterbringung an den Orten, zu denen sie per Zug fahren, muss sich das Pärchen hingegen selbst kümmern.

Ursprünglich planten sie je eine Hälfte der Reise, Kenneth eine Nordtour nach Skandinavien, Marielle eine Südtour, bei der Budapest, Venedig und der Comer See angesteuert werden sollten. Doch diese Pläne haben sich in der Zwischenzeit geändert.

„Wir haben beschlossen, dass wir im Rahmen der Interrail-Reise nicht nach Skandinavien fahren“, erklärt Kenneth. Ein Grund ist, dass schon durch die Anreise zu unterschiedlichen Startpunkten der beiden Teiltouren mehrere Tage draufgegangen wären.

Aber das ist nicht der einzige Grund. Denn wenn sie schon nach Dänemark, Schweden und Norwegen reisen, wollen die beiden vor allem viel von der Natur sehen. „Wir hätten dafür sehr viel mehr Gepäck zum Camping mitnehmen müssen.“ Auch dickere Kleidung hätten sie einpacken müssen, denn im September kann es in Skandinavien schon recht frisch werden. In den wärmeren Ländern, wo es im zweiten Abschnitt der Reise gehen sollte, herrschen dagegen im September noch sehr angenehme Temperaturen.

Also hätten sie Kleidung für sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen mitnehmen müssen. „Wir haben in unseren Rucksäcken aber nur begrenzt Platz“, sagt Kenneth. ST-Leser hatten den beiden jungen Weltenbummlern nach dem ersten Bericht im Februar übrigens Wanderrucksäcke, die sie selbst nicht mehr benutzten, und weitere Reiseutensilien angeboten, was die beiden auch dankbar annahmen.

Mit vollen Rucksäcken geht es nun stattdessen auf einen reinen Städtetrip, zu dem auch Ziele der vorher angedachten Südtour gehören. Wie schon bei der ursprünglichen Planung haben die beiden die Stationen ihrer Reise je zur Hälfte ausgesucht und bewusst neue Städte gewählt. „Es sind alles Ziele, wo wir noch nicht gewesen sind“, sagt Kenneth.

Los geht es für den 19-jährigen Kenneth und die 20-jährige Marielle am 27. August. „Wir fliegen von Düsseldorf nach Prag, das ist unser Startpunkt“, erklären sie. „Von dort geht es weiter nach Budapest und von dort nach Rom.“ Die nächste Reiseetappe führt nach Florenz, als weitere Stationen folgen Nizza, Marseille und schließlich Straßburg, von wo aus es am 26. September zurück nach Plettenberg geht.

Besonders gespannt sind die beiden auf Rom. „Dort werden wir auch die längste Zeit verbringen, weil es so viele Sehenswürdigkeiten gibt“, sagen sie. Das Kolosseum, der Petersdom und noch manch anderen Ort in der Ewigen Stadt möchten die zwei jungen Plettenberger besuchen. „Da braucht man viel Zeit, um sich das alles anzugucken.“

Von unterwegs werden sie im Laufe ihrer Reise auch im Süderländer Tageblatt berichten.

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