City-Pension und Weidenhof im Blickpunkt

Keine einzige Buchung: Lockerungen helfen Hotels in Plettenberg (noch) nicht

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Plettenberg - Seit diese Woche Montag dürfen Hotels und Pensionen ihre Zimmer wieder an Touristen öffnen. Damit sollen wieder bessere Zeiten für die Branche kommen. Doch noch herrscht in Plettenberg in diesem Bereich leider ziemlich tote Hose.

Der Buchungsplan für die nächsten Wochen und Monate zeigt das ganze Dilemma. Das Wochenende über Christi Himmelfahrt? Leer. Pfingsten? Nichts. P-Weg-Wochenende? Alles storniert. „Ich habe keine einzige Buchung“, sagt Heike Cirotzki, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Kai die City-Pension am Umlauf leitet.

Ab dem heutigen Montag könnten oder sollten die Zeiten wieder besser werden, denn ab sofort sind in Nordrhein-Westfalen nach den Corona-Einschränkungen wieder touristische Übernachtungen erlaubt. Aber wer will in diesen Zeiten, in denen Maskenpflicht herrscht, in denen Großveranstaltungen abgesagt worden sind und in denen Restaurants nur eingeschränkt öffnen, verreisen? Offenbar nur die wenigsten.

Vor dem Ausbruch des Coronavirus war das noch ganz anders – auch in Plettenberg. Da war der Buchungskalender der City-Pension gut gefüllt mit Gästen, die ins AquaMagis wollten, die als Gast auf einer Hochzeits- oder Trauerfeier eingeladen waren oder die am P-Weg-Marathon teilnehmen wollten. All das hat sich nun erst einmal erledigt. „Wir halten uns so gerade mit Buchungen von Monteuren über Wasser“, erklärt Heike Cirotzki. Solche Übernachtungen waren auch schon in den letzten Wochen gestattet, aber auch diese bleiben in den nächsten Wochen aus.

Was der City-Pension über diese vereinzelten berufsbedingten Übernachtungen geholfen hat, ist die Soforthilfe der Bundesregierung. 9 000 Euro gab es für Familie Cirotzki – Geld, das sie gut gebrauchten konnte, vor allem, nachdem sie erst im Januar drei Wochen für eine aufwändige Sanierung geschlossen hatten und jetzt zu allem Übel die Buchungen ausbleiben. „Wir hatten uns richtig gut hochgesteigert“, erklärt Heike Cirotzki den Grund für die Modernisierung der Wände und Fußböden, „und jetzt fallen wir richtig krass.“

Zum Vorteil wird ihnen nun, dass sie monatlich „nur“ die Nebenkosten für ihre Pension zahlen müssen, aber keine Angestellten-Gehälter, denn Heike und Kai Cirotzki kümmern sich selbst um ihre Pension. Existenzbedrohend sei die Situation noch nicht, zumal auch noch Rücklagen vorhanden sind. „Bis Ende des Jahres kriegen wir das noch gut hin, aber dann müsste das Geschäft so langsam wieder laufen.“

Coronavirus: Was Die Verantwortlichen des Weidenhof-Hotels Plettenberg zur Lage sagen

Angespannt ist die Lage auch im Weidenhof-Hotel von Susanne Vohwinkel. Sie musste ihre Angestellten in den letzten Wochen zu 90 Prozent in Kurzarbeit schicken. Ähnlich wie in der CityPension gab es auch im Weidenhof immerhin vereinzelte Übernachtungen von Monteuren, jetzt hofft das Team darauf, dass auch die touristischen Buchungen wieder anziehen. Das passende Hygienekonzept liegt schon bereit.

„Wir mussten uns zum Beispiel Gedanken machen, wie wir das Frühstück regeln“, erklärt Susanne Vohwinkel. Statt wie gewohnt in Buffetform wird es derzeit zu den Tischen gebracht. „Wenn es dann aber mehr Gäste werden, wird auch das kompliziert“, sagt Susanne Vohwinkel. Die Lösung für dieses Problem lautet: Den Gästen würde das Frühstück dann auf das Zimmer gebracht, wo die Gäste dann sogar im Bett frühstücken könnten. Und das hat für manch einen Gast sicher auch seinen Reiz...

+++Lesen Sie hier, wie sich das Coronavirus in Plettenberg und im Märkischen Kreis entwickelt+++

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