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Keine Blumenampeln für Stadt im MK - dafür funktionieren die Wasserspiele

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Von: Johannes Opfermann

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Bleibt vorerst die einzige Blumenampel: Das Musterexemplar in der Wilhelmstraße.
Bleibt vorerst die einzige Blumenampel: Das Musterexemplar in der Wilhelmstraße. © Dickopf, Georg

Blumenampeln könnten für ein wenig Farbe in einer Fußgängerzone im MK sorgen, die von vielen Bürgern als zu grau und öde empfunden wird. Aber in diesem Jahr wird daraus nichts mehr. Der Planungs- und Umweltausschuss verschob die Entscheidung um ein Jahr.

Plettenberg – „Die Innenstadt ist grau, trist und nicht fertig“, stellte Reinhard Panzer (FDP) fest. „Alles was die Innenstadt farblich belebt, ist sinnvoll.“ Wie toll Blumenampeln wirken können, sehe man derzeit in Attendorn. Doch in Plettenberg muss dieser Versuch, die Attraktivität der Innenstadt zu steigern noch warten. Angedacht war, für den Zeitraum von Ende Mai / Anfang Juni bis Mitte Oktober elf mal zwei Kunststoff-Halbschalen von einer Fachfirma anzumieten. Diese würde die Blumenampeln bepflanzen und für die wöchentliche Pflege und Bewässerung sorgen. Als Anschauungsexemplar war vor dem Sitzungstermin eine Blumenampel an der Wilhelmstraße aufgehängt worden, doch auch dies rief Kritik hervor. In der Einwohnerfragestunde monierte Karin Carrels, dass die eingepflanzten Petunien und Geranien nicht insektenfreundlich seien und schlug Kübel mit mehrjährigen Stauden, Lavendel oder Rosen als bessere Wahl für Grün in der Innenstadt vor.

Innenstadt Zeit zum Erblühen geben

Unter anderem Ausschussvorsitzender Klaus Ising (CDU) bedauerte, dass die Muster-Blumenampel eigentlich vier Wochen zu früh aufgehängt worden sei. „Es ist ein unglücklicher Zeitpunkt, denn so können die Pflanzen noch gar nicht wirken.“ Martin Seuthe (CDU) schlug daher die Vertagung des Themas auf den Sommer vor.

In diesem Fall wäre das Thema Blumenampeln für dieses Jahr gelaufen, erklärte Till Hoffmann vom Bauamt und begründete so auch, warum man das Thema jetzt auf die Tagesordnung gesetzt und ein Musterexemplar aufgehängt habe.

Die SPD forderte gar eine Verschiebung des Themas auf das kommende Jahr. „Wir sollten der Fußgängerzone erst einmal ein Jahr Zeit geben, damit die neuen Bäume und das mobile Grün erblühen können“, sagte Martina Reinhold. Dann könne man sehen, wie es auf die Leute wirke.

Kein Verständnis für Verschiebung

Von der Diskussion zeigte sich Bürgermeister Ulrich Schulte sichtlich irritiert. Vor mehreren Jahren habe man damit begonnen, die Innenstadt zu sanieren. Zweimal habe man dabei eine Vollbremsung machen müssen, um neue Änderungswünsche – Wasserspiele und Spielgeräte – aufzunehmen, beide Male mit Mehrkosten. „Die Blumenampeln sind die einzige Sache in der Innenstadt, die uns nichts kostet“, sagte der Bürgermeister. Die Kosten von 189 Euro pro Blumenampel summieren sich auf 2 079 Euro zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer. Für die Stadt wären die Blumenampeln allerdings zum Nulltarif zu haben, denn sie sollten über ein Patenschaftsmodell finanziert werden, bei dem Blumenpaten – Privatleute aber auch Gewerbetreibende – eine oder mehrere Ampeln sponsern.

Interessenten gibt es auch schon, aber die Fachfirma soll erst dann beauftragt werden, wenn alle Sponsoren gefunden sind. „Ich kann nicht nachvollziehen, das wir das so vor uns herschieben“, sagte Schulte. „Warum versuchen wir es nicht erst einmal?“

Doch am Ende stimmte die überwiegende Mehrheit des Ausschusses – es gab eine Enthaltung – für die Verschiebung des Themas Blumenampeln auf 2023.

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