Wird eine Fortsetzung jetzt wahrscheinlicher?

Kehrtwende im P-Weg-Streit? Warum der Sonntagnachmittag vieles veränderte

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Plettenberg - So viele Menschen kamen zum P-Weg-Organisationsteam. „Macht weiter. Dieses Wochenende darf nicht sterben“, waren ihre Bitten nach einem grandiosen Wochenende. Auch ein ganz besonderer Plettenberger bat öffentlich um die Fortsetzung und entschuldigte sich: der Bürgermeister.

Als längst alle im Ziel waren und der Abbau schon lief, hatte Schulte am Nachmittag vor versammelter P-Weg-Organisationsmannschaft auf der Bühne das Wort ergriffen. Eingangs seiner frei vorgetragenen Rede erinnerte er an die P-Weg-Anfangsjahre und dem Clinch mit Jägern und Waldbesitzern wegen der Strecke, an ein DRK-Fahrzeug, das alle vier Räder platt gefahren hatte, an Radfahrer, die ohne Sattel ins Ziel gekommen sind – „irgendwas ist immer schief gegangen“, sagte der Bürgermeister. „Und letztes Jahr ist richtig was schief gegangen.“

Die Probleme, die Mit-Organisator Michael Schröder an ihn herangetragen hatte, habe er (Schulte) ignoriert. „Ich wollte es nicht sehen, ich habe es verdrängt. Mein Verhalten war komplett falsch, unterirdisch“, sagte der Bürgermeister. „Mir tut’s leid. Ich entschuldige mich bei euch für das, was ich gemacht habe.“ Das P-Weg-Team und die noch zahlreichen Zuschauer applaudierten, ehe Schulte noch einmal ganz deutlich bat: „Lasst dieses absolut tolle Event nicht sterben. Tretet vom Rücktritt zurück, macht weiter. Bitte bleibt dabei.“

Quo vadis, P-Weg; wohin gehst du?

Diese Frage wird wohl erst in gut einem Monat beantwortet, denn die Organisatoren erbitten sich weiterhin Bedenkzeit; sie wollen sich zur Nachbesprechung zusammensetzen und dann verkünden, ob es bei dem geschlossenen Rücktritt bleibt, den die Gruppe am 14. Juni per Pressemitteilung wegen „unüberwindbaren Differenzen mit der Stadtverwaltung“ öffentlich gemacht hatte. Mit-Organisator Kay Hömberg sagte dazu gestern auf der Bühne: „Gebt uns die Zeit. Wir melden uns.“

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