Wie geht es weiter mit   Johannimarkt und Hüttenzauber?

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Drangvolle Enge – wie hier beim Johannimarkt 2018 – herrscht eigentlich immer in dem Budendorf in Eiringhausen. Deshalb haben sich die Veranstalter zum Schutz der Besucher auf eine Absage in 2020 verständigt.

Plettenberg – Jetzt ist es amtlich: Nach den Schützenfesten, dem Stadtfest, dem P-Weg-Wochenende und diversen anderen Großveranstaltungen wird es in diesem Jahr auch keinen Johannimarkt und keinen Hüttenzauber in Plettenberg geben.

Das bestätigten die Verantwortlichen der überaus beliebten Weihnachtsmärkte gestern auf Anfrage. „Ich werde heute alle Standbetreiber des Johannimarktes über unseren Entschluss informieren“, erklärte Christiane Holzmann als 2. Vorsitzende der Eiringhauser Werbegemeinschaft. „Mir persönlich ist es wichtig, dass wir niemanden dort in Feierlaune in Gefahr bringen. Wir sagen den Markt auch zum Schutz unserer Kunden ab“, so Holzmann. 

Thomas Lipps, der seit über 30 Jahren Vorsitzender der Eiringhauser Werbegemeinschaft ist, sieht es ähnlich. „Es ist schade, aber nicht zu ändern. Der Johannimarkt lebt von der Enge. Da kann man keinen Abstand einhalten. Deshalb macht eine Durchführung in der Corona-Krise überhaupt keinen Sinn“, so Lipps. Und auch deshalb hält er nichts davon, mit diversen Maßnahmen die notwendigen Auflagen zu erfüllen. „Wenn man jetzt zwanghaft versucht, den Johannimarkt durchzuführen, macht man ihn kaputt“, so Lipps zur ersten Absage des Johannimarkts, der 1985 zum ersten Mal stattfand. 

Ungeachtet der neuen Corona-Verordnungen der Bundesregierung habe die Werbegemeinschaft diesen Beschluss praktisch schon vor vier Wochen gemeinsam mit Christiane Holzmann, Andrea Mause und Axel Sedlatschek gefällt. Durch die nun erfolgte Absage könnten sich die 15 Budenbetreiber nun entsprechend darauf einstellen und ihre Zeit vom 5. bis 12. Dezember anders planen. Die 36. Auflage des Johannimarktes soll nun vom 4. bis 11. Dezember 2021 stattfinden – „hoffentlich ohne Corona-Beschränkungen“, so Lipps abschließend.

Im letzten Jahr fand der Hüttenzauber vor dem Rathaus statt. Dieses Jahr fällt er wohl aus.

 Auch Sylvia Eick, Geschäftsführerin der KulTour GmbH, die den Hüttenzauber in Plettenberg gemeinsam mit Susanne Fellmer und Stefan Teichmann plant, sieht keine Alternative zu einer Absage. „Wir gehen davon aus, dass der Hüttenzauber in diesem Jahr ausfällt“, so Eick. Falls sich noch etwas ändern sollte, könne man gegebenenfalls noch reagieren, doch auch in den Reihen der Mitwirkenden habe es eine breite Zustimmung zur Absage gegeben. 

Den mehr als einem Dutzend Budenbetreibern wird damit auch die Frage nach dem Standort erspart, denn ob die Durchführung vom 17. bis 20. Dezember unter dem Stephansdachstuhl geklappt hätte, war bislang noch offen. „Im nächsten Jahr können wir aber in jedem Fall dort wieder feiern“, glaubt Eick. Der Termin für den Hüttenzauber auf dem bis dahin komplett fertiggestellten Alten Markt in Plettenberg wäre dann vom 16. bis 19. Dezember 2021.

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