Saley-Rundweg sollte bis Juli gemieden werden

Joggender Redakteur von Bussard angegriffen

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Dieses Bild vom Bussard-Angriff gelang dem ST-Redakteur bei seiner Joggingrunde am Saley.

Plettenberg – In den letzten Jahren hörte man immer mal wieder von einem Bussard, der Jogger am Saley angreift. Auch der Chronist schrieb darüber bereits mehrfach und wundert sich, selbst noch nie in so eine Situation geraten zu sein. Bis gestern.

Auf der klassischen Saley-Runde vom Tanneneck rechts rum um den Saley passiert bis zum Abzweig des Singletrails, der in die Stadt hinunterführt, zunächst nichts Besonderes. Rund 200 Meter weiter sah der Chronist dann im Augenwinkel einen mächtigen Greifvogel im Baum sitzen. Und der Blick lohnte sich, denn der Mäusebussard flog Sekunden später direkt auf den Chronisten zu, der geistesgegenwärtig mit den Armen über den Kopf fuchtelte. Der Vogel, der damit seinen in der Nähe befindlichen Brutplatz verteidigen wollte, hatte aber noch lange nicht genug, sondern flog in der Folge noch vier weitere Angriffe auf den joggenden Schreiberling, wobei er lautlos in rund ein bis zwei Meter Höhe über den Kopf hinwegflog. Passiert ist dabei nichts, doch der Schreck saß tief.

Ein in 2,50 Meter Höhe am Wanderparkplatz installierte Warnschild mit stark verblasster Inschrift hatte der Chronist nicht wahrgenommen. Doch Stefanie Schade vom Ordnungsamt sorgte schnell für Abhilfe und druckte nach einem kurzen Anruf ein neues Schild aus, das nun besser sichtbar am Tanneneck platziert werden soll.

Das Video vom Angriff: 

Auch andere Jogger berichten von ähnlichen Erlebnissen. Beate Wicker, deren Mann erst im letzten Jahr an gleicher Stelle vom Bussard stark am Kopf verletzt wurde, läuft in der Brutphase nur noch den Kroppweg. „Das ist mir am Saley-Rundweg einfach zu gefährlich“, sagte sie und spricht damit vielen anderen aus der Seele.

Wer einem ähnlichen Angriff aus dem Weg gehen will, sollte den Rundweg während der Brutzeit des Mäusebussards möglichst meiden und ansonsten sorgsam nach oben und öfter auch mal nach hinten schauen, denn zwischen Mai und Juli hat der Schutz des Nachwuchses für die Greifvögel höchste Priorität. Da sich die Tiere immer auf den höchsten Punkt ihres Opfers stürzen, ist es nach Ansicht von Experten hilfreich, sich beispielsweise einen Stock oder eine Tasche über den Kopf zu halten. Oder wie der Chronist wild mit den Armen zu fuchteln.

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