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Jetzt könnte es schnell gehen: Radweg zwischen Plettenberg und Werdohl in Planung

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Von: Christos Christogeros, Georg Dickopf

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Der Startschuss für den seit Jahrzehnten geplanten Radweg-Lückenschluss zwischen Plettenberg und Werdohl soll bis Ende des Jahres erfolgen.
Der Startschuss für den seit Jahrzehnten geplanten Radweg-Lückenschluss zwischen Plettenberg und Werdohl soll bis Ende des Jahres erfolgen. © Witt

Inmitten der Wirren um die Sperrung der A 45, dem Chaos auf den Straßen rund um Lüdenscheid, der teilweise noch laufenden Beseitigung der Hochwasserschäden und sonstiger Baumaßnahmen hatte Straßen.NRW-Sprecher Andreas Berg am Donnerstag eine überraschende Nachricht. 

Plettenberg/Werdohl - „Wir wollen noch in diesem Jahr den Startschuss setzen für den Radweg-Lückenschluss zwischen Plettenberg und Werdohl“, sagte Berg und bestätigte damit auch den Inhalt einer Nachfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Inge Blask (SPD).

Auf deren Kleine Anfrage im Düsseldorfer Landtag bestätigte Ina Brandes, NRW-Ministerin für Verkehr, dass die erforderliche Baufeldräumung sogar bis Ende Februar erfolgen soll.

„Weitere Bautätigkeiten können aufgrund artenschutzrechtlicher Vorgaben ab Juni 2022 erfolgen“, erklärte die Ministerin.

Baufeld soll im Februar geräumt werden

Wie Andreas Berg konkretisierte, ist mit der Baufeldräumung insbesondere die Abholzung der Büsche und Sträucher im Hangbereich gemeint. Denn der zukünftige Radweg, der Bestandteil der Lenneroute ist, soll genau in der Mitte des Hanges zwischen Lenne und Straße verlaufen und mit großen Wasserbausteinen befestigt werden.

Kein konkretes Datum

Ein genaues Datum zur Freigabe der Radwegeverbindung konnte und wollte Berg am Donnerstag nicht nennen. Fest stehe aber, dass der Startschuss im vierten Quartal dieses Jahres erfolgen soll. Ministerin Brandes betonte, dass die Bauzeit maßgeblich vom nicht zu beeinflussenden Wasserstand der Lenne abhängig sei.

Haushaltsmittel aus dem Landesstraßen-Erhaltungsprogramm seien nicht zu erwarten, da der projektierte Radweg entlang einer Bundesstraße verlaufen werde.

Wie Blask erfuhr, befinde sich die Baumaßnahme derzeit in der Ausschreibungsvorbereitung. Des Weiteren würden Gespräche mit der Stadt Plettenberg bezüglich des notwendigen Grunderwerbs stattfinden. Ausstehen würden außerdem noch die abschließenden Stellungnahmen der Naturschutz- und Wasserbehörden.

Stellungnahme der Naturschutzbehörden

„Der Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung unter Zugrundelegung von im Vorfeld abgestimmten Unterlagen ist am 21. Oktober gestellt worden“, heißt es.

Das bestätigte auch Andreas Berg, der von „aussichtsreichen Verhandlungen“ mit den Umweltbehörden sprach. Die Abstimmung mit den Behörden und Verbänden soll in den nächsten Monaten erfolgen. Gleiches gelte für die noch offenen Grundstücksfragen, damit im Sommer die Baumaßnahme an der B 236 ausgeschrieben werden könne.

Wie genau die großen Wasserbausteine in den Hang oberhalb der Lenne gesetzt werden sollen, stehe noch nicht fest. Nach den Angaben des Straßen-NRW-Sprechers wolle man aber „auf jeden Fall eine Vollsperrung der B 236 vermeiden“. Gerade nach der Sperrung der Autobahn sei die Bundesstraße 236 immens wichtig. Deshalb sei es auch denkbar, dass vom Flussbett der Lenne oder dem Hang aus gearbeitet werde, um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen.

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