Auswirkungsanalyse nach Befragung von Attendorner Einzelhändlern erstellt

Jetzt entscheidet das Gericht über den Modepark Röther

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Blick auf die Innenstadt mit dem Modepark Röther in der Bildmitte und dem P-Center im Hintergrund. Ob der Modepark Ende August wie geplant eröffnen kann, entscheidet demnächst das Verwaltungsgericht Arnsberg im Eilverfahren.  

Plettenberg - Die Stadt Plettenberg hat ihre Hausaufgaben in Sachen Modepark Röther gemacht. Nun gilt bei der Klage Attendorn vs Plettenberg der Satz: „Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand.“

Dabei gewährte das Verwaltungsgericht Arnsberg der Stadt Plettenberg für ihre Erwiderung auf die Klage der Stadt Attendorn eine Fristverlängerung, die bis zum 5. Juni gilt. Die Zeit nutzt eine von Plettenberger Bürgermeister Ulrich Schulte beauftragte Fachanwaltskanzlei aus dem Münsterland nicht nur für eine fundierte Stellungnahme. Zusätzlich gab die Stadt Plettenberg auch noch eine Auswirkungsanalyse bei der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) in Köln in Auftrag. 

Das Fehlen genau dieser Analyse, in der die Auswirkungen des Modepark Röther auf den textilen Einzelhandel in der Umgebung untersucht werden, hatten die Hansestädter moniert. 

Nun reicht die Stadt Plettenberg genau diese Analyse freiwillig und ohne richterliche Anordnung nach – auch um Zeit zu gewinnen, denn die schwäbischen Eigner des Modepark Röther liebäugeln immer noch mit einer Eröffnung Ende August. 

Wie GMA-Projektberater Fabian Lüdtke gestern auf Anfrage betonte, reisten GMA-Mitarbeiter dazu nach Attendorn, um dort im textilen Einzelhandel Betriebsbegehungen vorzunehmen. Die erfassten Verkaufsflächen und die Daten aus dem Attendorner Einzelhandelsgutachten flossen ebenso wie die Daten aus Plettenberg in die detaillierte Auswertung ein. Ob der Kaufkraftverlust in Attendorn die magische Schwelle von zehn Prozent übersteigt, ließ Lüdke offen, betonte aber folgendes: „Wir arbeiten grundsätzlich neutral.“

Wann und ob die Neueröffnung auf einer Verkaufsfläche von rund 7 000 Quadratmetern erfolgen kann, oder ob diese reduziert werden muss, darüber wird das Verwaltungsgericht Arnsberg nach Vorlage aller Unterlagen und Stellungnahmen beider Seiten im Eilverfahren kurzfristig eine Aussage treffen. 

Bürgermeister Ulrich Schule rechnet noch im Juni mit einem Ergebnis.

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