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Attendorner stellen spendenfreudige Plettenberger in den Schatten

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Von: Christos Christogeros

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Die Plettenberger (60 Euro pro Einwohner im Schnitt) und Herscheider (70 Euro) zeigten sich im kreisweiten Vergleich durchaus spendenfreudig. Altena (54 Euro) und Werdohl (39 Euro) liegen weit unter dem kreisweiten Schnitt, während auch in Finnentrop (51 Euro) das Spendenaufkommen nicht besonders hoch war. Auf jeden Einwohner umgerechnet bleibt die Spendenfreude im Kreis Olpe (236 Euro) aber unerreicht.
Die Plettenberger (60 Euro pro Einwohner im Schnitt) und Herscheider (70 Euro) zeigten sich im kreisweiten Vergleich durchaus spendenfreudig. Altena (54 Euro) und Werdohl (39 Euro) liegen weit unter dem kreisweiten Schnitt, während auch in Finnentrop (51 Euro) das Spendenaufkommen nicht besonders hoch war. Auf jeden Einwohner umgerechnet bleibt die Spendenfreude im Kreis Olpe (236 Euro) aber unerreicht. © Christogeros

Besonders spendenfreudig zeigten sich die Plettenberger und Herscheider im Jahr 2017. Das geht aus den aktuellen Zahlen von IT.NRW hervor. Mit den Zahlen aus dem Kreis Olpe, und vor allem aus Attendorn, können die Märker jedoch nicht mithalten.

Plettenberg - Grundlage für diese Statistik des Landesamtes bilden Spenden zur Förderung steuerbegünstigender Zwecke, die in den Steuererklärungen angegeben wurden. Demnach spendeten von 8 078 steuerpflichtigen Plettenbergern im Jahr 2017 insgesamt 2 457 Personen eine Summe von über 1,5 Millionen Euro – das entspricht im Schnitt 50 Euro je Einwohner und 188 Euro je Steuerpflichtigem. Im Durchschnitt gab jeder Plettenberger Spender 618 Euro. Das beschert der Vier-Täler-Stadt Platz 88 von insgesamt 396.

Noch spendenfreudiger zeigten sich die Herscheider: Von den hier in 2017 gemeldeten 2 549 Steuerpflichtigen leisteten 845 eine Spende – im Schnitt spendete jeder 582 Euro. Damit kommt die Ebbegemeinde immerhin noch auf Rang 109. Insgesamt kam eine Gesamt-Spendensumme von rund 492 000 Euro zusammen. Im Schnitt spendete jeder Herscheider 70 Euro.

Kreisweit wurden 2017 insgesamt 27,8 Millionen Euro gespendet – das bedeutet rund 67 Euro je Märker. Die Spender haben im Schnitt jeweils 693 Euro überwiesen.

Diese Zahlen verblassen jedoch gegenüber den Werten aus dem Kreis Olpe. Hier kamen im Jahr 2017 insgesamt 31,9 Millionen Euro an Spenden zusammen – alleine aus Attendorn stammen davon rund 25 Millionen Euro. Von den 8 423 Steuerpflichtigen in der Hansestadt leisteten 2 451 eine Spende – im Schnitt je 10 216 Euro. Das bedeutet ganz klar Platz eins im Vergleich der 396 NRW-Kommunen. Pro Einwohner kamen in Attendorn durchschnittlich 236 Euro zusammen.

Das Gefälle zum nahen Finnentrop ist riesig: Hier spendeten 2017 insgesamt 1 756 Menschen Geld – im Schnitt jeweils 493 Euro (Platz 191). Pro Einwohner bedeutet dies ein Spendenaufkommen von je 51 Euro. Insgesamt kamen in 2017 rund 866 000 Euro an Spenden zusammen.

NRW-weit wurden im Schnitt je Einwohner 71 Euro gespendet. Den zweiten Platz in Nordrhein-Westfalen nimmt die Stadt Espelkamp im Kreis Minden-Lübbecke ein (228 Euro je Einwohner; 2 341 Euro je Spendende). Den dritten Rang belegt die Stadt Köln (174 Euro je Einwohner; 1 518 Euro je Spendende). Das niedrigste Spendenaufkommen wurde in Legden im Kreis Borken registriert (38 Euro je Einwohner; 263 Euro je Spendende).

Die Statistiker weisen darauf hin, dass zusammen veranlagte Ehegatten und Personen in eingetragenen Lebenspartnerschaften als ein Steuerpflichtiger gezählt werden. Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2017. Sie können erst jetzt veröffentlicht werden, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden erst nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Die hier dargestellten Informationen seien damit die aktuellsten, die zurzeit verfügbar sind. Spenden zur Förderung steuerbegünstigender Zwecke enthalten keine Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung oder an politische Parteien und unabhängige Wählervereinigungen. Eine weitere Differenzierung nach Spendenzweck sei nicht möglich.

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