Landeskirchliche Gemeinschaft trifft sich im Sozialkaufhaus

Jeden Tag ein anderer Ort: Gebetswoche in Plettenberg

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Anke Fürst (rechts) begleitete einige Lieder am Abend mit der Gitarre. Die Allianzgebetswoche drehte sich in diesem Jahr um die Überschrift „Als Pilger und Fremde unterwegs“.  

Plettenberg - In diesen Tagen läuft die Allianzgebetswoche: Die evangelisch landeskirchliche Gemeinschaft Holthausen hat sich passend dafür an jedem Tag der Woche einen neuen Raum für das Innehalten und Sprechen von Gebeten gesucht.

Am Dienstag war dieser Raum das Sozialkaufhaus, das einen symbolischen Bezug zum Menschen in der Fremde hergab. Die diesjährige Gebetswoche steht unter der Überschrift: „Als Pilger und Fremde unterwegs“.

Am Dienstag hatte es sich Thomas Fürst zur Aufgabe gemacht, durch die Gebetsstunde im Plettenberger Sozialkaufhaus zu führen. Die vorgegebene Bibelstelle war Rut1, Vers 16, der da lautet: „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.“ So spricht die Schwiegertochter Rut zu ihrer Mutter Noomi, die nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Söhne wieder in ihr Heimatland Juda zurückkehren will. Einst mit ihrem Mann Elimelech wegen einer Hungersnot aus Bethlehem im Land Juda ausgewandert, hält sie nun nichts mehr im Land Moab, will aber ihren Schwiegertöchtern die Fremde ersparen. Während die eine Schwiegertochter bleiben will, wird Rut mit ihrer Schwiegermutter mit dem Spruch in das für sie fremde Land Juda ziehen. 

So viel zum Tagesthema, das Thomas Fürst aufgriff, den Bogen zu den hier lebenden Fremden schlug, die auch im Sozialkaufhaus eine Anlaufstelle finden und haben. Nach drei Impulsen, die Fürst vorgab, folgten Gebete, die von ihm begonnen und von den weiteren Anwesenden aufgegriffen und mit ihren Gedanken zum Thema vorgetragen wurden. Sie gaben das wieder, was sie bewegt. 

Thomas Fürst führte am Dienstagabend durch die Gebetsstunde im Holthauser Sozialkaufhaus.

Es ging um die Bitten an Gott, Verständnis, Geduld und Zeit für die Fremden zu haben, nicht nur sich selbst zu sehen und durch Gott Kraft zu schöpfen und die Augen zu öffnen, um die Dinge zu tun, die wichtig sind, um anderen in ihrer Not zu helfen. 

Sie dankten Gott für ihr Leben in dieser Welt und baten darum, nicht über den Glauben zu schweigen. Immer wieder gab es die Zeit, innezuhalten, eigene Gedanken zu fassen und das Gehörte gedanklich zu verarbeiten. Anke Fürst begleitete die Anwesenden mit Liedern auf ihrer Gitarre und mit ihrer klaren Stimme. Thomas Fürst stellte irgendwann in der Stunde die These auf: „Sind wir Träumer in Plettenberg?“ Und gab selbst die Antwort: „Nein, Liebe will und kann helfen, retten und stützen.“ 

Übrigens: Rut kam in Bethlehem mit ihrer Schwiegermutter an und es wendete sich alles zum Guten. „Wir können“, so Fürst, „auch manches bei uns zum Guten wenden, wenn wir sehen, erkennen und tun.“ Die Allianzgebetswoche gab es 1861 zum ersten Mal. Es ist eine weltweite Gebetswoche, angeregt von der Evangelischen Allianz, die 1846 in Großbritannien gegründet wurde, heute ihren Sitz in New York hat und weltweit über 600 Millionen evangelische Christen vertritt. Nationale Allianzen erstellen nach landesspezifischen Bedürfnissen den Themenbereich, der für acht Tage Bibelstellen vorgibt, die die Grundlage für den jeweiligen Tag bilden. 

Die Allianzgebetswoche wird am Donnerstag, 18. Januar, um 19.30 Uhr in der christlichen Bücherstube Plettenberg fortgesetzt.

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