23-Jähriger bekommt ein Jahr Bewährung

Leiharbeiter lässt „Mikrometer“ mitgehen

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Plettenberg - Am Dienstag wurde ein 23-Jähriger vor dem Plettenberger Amtsgericht zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Der Fall: Ein Leiharbeiter hatte bei der Firma Hiby 16 „digitale Mikrometer“ mitgehen lassen – und diese bei eBay verkauft. Es entstand ein Schaden von gut 16 000 Euro.

Von vorn: Der Angeklagte hat bei Hiby gearbeitet. In einem Raum befanden sich digitale Mikrometer, die er zum Messen bei der Arbeit benötigte – nach der Benutzung sollten die Geräte verständlicherweise wieder zurückgelegt werden. Der Raum war nicht dauerhaft bewacht, weshalb es dem Angeklagten gelang, insgesamt 16 Geräte mitgehen zu lassen. Zuerst versteckte er die Geräte in einem Spind, dann nahm er sie in einem Rucksack mit nach Hause.

Der Schaden: Ein Mikrometer hat einen Verkaufspreis von 200 bis 350 Euro. Die Geräte hätten allerdings mit einen Gesamtwert von rund 16 000 Euro einen erheblichen Mehrwert, wie Richterin Sonja Baumann erklärte.

Die Ermittlungen: Der 23-Jährige hat die Mikrometer bei der Internet-Verkaufsplattform eBay verkauft. Nachdem in der Firma aufgefallen war, dass mehrere Geräte fehlen, hat ein Mitarbeiter bei eBay geschaut, und ein solches Gerät bei eBay gefunden. Anhand der Seriennummer, die er auf dem Produktfoto erkannte, konnte er es der Firma Hiby zuordnen. Insgesamt seien in der letzten Zeit 29 Mikrometer abhanden gekommen; 16 konnte man über die Verkaufsaktivitäten von eBay dem Angeklagten zuordnen.

Die Strafe: Der 23-jährige erhielt eine zwölfmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung. Dazu muss er 80 Sozialstunden leisten. Wie Richterin Sonja Baumann am Telefon erklärte, habe der Angeklagte keine Vorstrafen. „Er hat sich sehr einsichtig gezeigt und alles zugegeben“, sagte sie. „Der Angeklagte erklärte, dass das der größte Fehler seines Lebens gewesen sei.“ 

Was noch dazu kommt: Der 23-jährige muss den Schaden begleichen.

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