„Paris, London, Plettenberg“ - Rüdiger Hoffmann im Interview

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Rüdiger Hoffmann erzählt im ST-Interview von seinen Sauerländer Wurzeln.

Plettenberg -  Aus dem tiefen Ostwestfalen ins Sauerland: Der Paderborner Kabarettist Rüdiger Hoffmann gastiert am kommenden Sonntag, 7. Oktober, um 19.30 Uhr mit seinem Programm „Best Of“ in Plettenberg. Was die Zuschauer in der Schützenhalle erwartet und was den Künstler, der auch Sauerländer Wurzeln hat, mit Plettenberg verbindet, hat ihn Georg Dickopf gefragt.

Herr Hoffmann, wenn Sie in Plettenberg „Ja hallo erstmal sagen“, ist das dann Ihr erster Besuch in Plettenberg? 

Rüdiger Hoffmann: Natürlich war ich schon mal in Plettenberg. Ich habe Freunde in Australien. Die haben gesagt, falls sie mal nach Europa kommen sollten: Paris, London, Plettenberg. 

 Waren Sie auch Messdiener und machen Sie die aktuelle Diskussion auch zum Thema? 

Hoffmann: Ich war kein Messdiener. Ich habe das Thema bereits in meinem letzten Programm angerissen. In diesem kommt das nicht vor. 

Merken Sie Unterschiede in der Mentalität der Sauerländer und der Paderborner? 

Hoffmann: Humor haben wir alle. Und man sagt Euch nach, dass Ihr es auch gern langsamer angehen lasst, wie wir Paderborner. Südwestfalen und Ostwestfale – das passt. Wir werden einen prima Abend in Plettenberg haben. 

 Was verbinden Sie mit dem Sauerland? 

Hoffmann: Meine Mutter. Die kommt aus Warstein (Belecke). Im Grunde meines Herzens bin ich also halber Sauerländer.

 Kennen Sie das AquaMagis, das in Plettenberg übrigens nicht so beliebt ist?

Hoffmann: Baden die Plettenberger nicht gern? (zwinkert). Wenn ich auf Tour bin, habe ich selten Zeit, Erlebnisbäder zu besuchen, aber ich habe natürlich schon von Eurer Windrutsche in Plettenberg gehört.

 Wie werden Sie in chinesischen Restaurants empfangen? Gibt es dort immer acht Kostbarkeiten für Sie?

Hoffmann: Bisher hatte ich tatsächlich nur einmal eine Kostbarkeit zu wenig auf dem Teller. Daraus habe ich dann die bekannte Geschichte gemacht. Mich persönlich hat das damals gar nicht gestört. Aber es war prima Stoff für die Bühne.


 Ich erinnere mich an einen Auftritt vor zig Jahren. Da sind Sie auf der Bühne durch einen Karton gekrochen und haben gesagt: „Ich brauch das manchmal.“ Den würde ich gerne noch mal sehen in Plettenberg.

Hoffmann: Ach, man wird ja älter mit den Jahren. Mittlerweile krieche ich eher selten durch Kartons (zwinkert). Sie werden aber trotzdem ganz viel Spaß haben. 

 Sie sind für mich einer der Wegbereiter für die Comedy-Szene. Schmerzt es, dass viele heute erfolgreicher sind oder kommt da die ostwestfälische Gelassenheit ins Spiel? 

Hoffmann: Erfolg gönne ich jedem, der ihn verdient und so tolle Besucher, wie ich sie habe. Ich habe das Glück, sehr treue Fans zu haben, die sich jedes neue Programm von mir anschauen und dabei so richtig Spaß haben. Heute noch genauso wie vor 30 Jahren. Daran hat sich nichts geändert. Wir sind nur alle ein bisschen älter geworden. Es kommen aber auch immer mehr jüngere Leute zu meinen Auftritten. Die haben meine Anfangszeit gar nicht miterlebt und entdecken mich jetzt neu. Für die bin ich quasi Retro. 

Kommt nach der Best-of-Tour ein neues Programm?

Hoffmann: Tatsächlich gehe ich ab Januar 2019 mit einem ganz neuen Programm auf Tour. „Alles Mega“ wird es heißen und am 6. April 2019 komme ich damit auch wieder in Eure Nähe, in die Schützenhalle Freienohl, nämlich. Das ist doch bei Euch um die Ecke, oder? Das Beste aus den letzten 30 Jahren gibt es aber nur in meinem Best-of-Programm.

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