"Wir entlassen am liebsten gar keine Mitarbeiter"

+
Prokurist Axel Gillmann (Mitte) sowie die beiden Junior-Geschäftsführer Rainer (2.v.re.) und Gerhard Junior (re.) bei der Einweihung der neuen Produktionshalle für Gerüste.

Plettenberg - Wenn es um Gerüste in Plettenberg ging, war jahrzehntelang der Name Plettac in aller Munde. Doch mit der Firma Junior gibt es einen weiteren Gerüsthersteller, der sich über die Jahre einen Namen in der Branche gemacht hat und ganz nebenbei zu einem der größten inhabergeführten heimischen Industriebetriebe zählt. ST-Redakteur Georg Dickopf sprach mit Geschäftsführer Gerhard Junior und Prokurist Jörg Frommann über den einstigen Rivalen Plettac, über die Zukunftspläne und die Umgehungsstraße.

Böse Zungen behaupteten damals, Junior wäre nur deshalb so groß geworden, weil man schamlos bei Plettac und Layher kopiert habe.

Gerhard Junior: Patentmäßig war das nie ein Problem. Wer das Rad erfunden hat, hatte auch kein Schutzrecht darauf. So war das mit den Gerüsten auch. Patente werden wir immer achten. Wir haben zu keinem Zeitpunkt wissentlich gegen Schutzrechte verstoßen. Das kann auch nicht zielführend sein.

Planen Sie aktuell eine Verlagerung des Gerüstbaus zum Osterloh?

Gerhard Junior: Lagermäßig ist bisher alles am Standort Ziegelstraße. Das wird auch mittelfristig noch so sein. Es könnte aber durchaus sein, dass wir mit dem Versandlager und den Fertigteilen aus Platzgründen umziehen müssen. 

Dabei könnte man ja auch an einen Standort an der Autobahn denken, aber die Idee, Plettenberg zu verlassen, gab es nie, oder?

Gerhard Junior: Nein, das steht überhaupt nicht auf der Agenda. Wir bleiben in Plettenberg und wir sind der Stadt Plettenberg und dem Standort verbunden und fühlen uns hier wohl.

Neben Gerüsten und Kühlkörpern gibt es doch noch einen weiteren Geschäftsbereich...?

Gerhard Junior: Unseren dritten Geschäftsbereich Raummodule haben wir am 1. August eingestellt. Das ist für uns kein Zukunftsmarkt. Wir sind viel zu klein, um den Markt zu bedienen. Andere Wettbewerber mit Raummodulen haben die 30 bis 50-fache Größe. Es hätte unsere Mittel gesprengt, das weiter zu verfolgen. Deshalb konzentrieren wir uns lieber auf Kühlkörper und Gerüste und bringen diesen Bereich nach vorne. 

Wurden deshalb Mitarbeiter entlassen? 

Gerhard Junior: Wir entlassen am liebsten gar keine Mitarbeiter. Sie werden alle in der Junior-Gruppe weiterbeschäftigt.

Das komplette Interview lesen Sie in der gedruckten ST-Ausgabe. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare