Paul Ziemiak: "Das Sauerland ist meine Heimat"

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Vor der Böhler Kirche wurde CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak (2.v.re.) unter anderem von Pfarrer Auner (li.) empfangen.

Plettenberg – Am Rande des Besuchs von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak in der Böhler Kirche in Plettenberg führte ST-Redakteur Georg Dickopf ein kurzes Interview mit dem Mann, der in der Berliner Machtzentrale sitzt, zuletzt bei Maybritt Illner zu sehen war und ein gefragter Interviewpartner in den Nachrichtensendungen ist.

Herr Ziemiak, nach der Rezo-Debatte, dem Mord an CDU-Politiker Walter Lübcke und der aktuellen Nominierung von Ursula von der Leyen als EU-Kommissionschefin ist in Berlin viel los. Sie haben sich dennoch Zeit genommen, um sich mit der Böhler Kirche eine der ältesten Kirchen Plettenbergs anzuschauen. Wie war Ihr Eindruck?

 Die Kirche ist natürlich von ihrer Architektur her beeindruckend, aber sie hat auch einen ganz individuellen Charme. Vor vierhundert Jahren sind in dieser Kirche Menschen zusammengekommen, sie haben dort gebetet, sie haben dort geheiratet und sie haben dort Abschied genommen. Im Inneren der Kirche leben Menschen seit Jahrhunderten ihren Glauben, während sich die Welt ringsherum gewandelt hat. Die Böhler Kirche ist für mich ein Ort der Beständigkeit und des Innehaltens.

 Können Sie nach dem heutigen Besuch nachvollziehen, dass Dr. Matthias Heider den Antrag von Pfarrer Auner unterstützt hat?

 Das konnte ich auch schon vorher. Mit dem Kollegen Heider pflege ich eine sehr enge Zusammenarbeit. Wir hatten uns auch in diesem Fall vorher abgestimmt, um den Antrag bestmöglich zu flankieren. Ich bin sehr froh, dass ich im Märkischen Kreis mit einem so erfahrenen Parteifreund zusammenarbeiten kann. 

Vor gut einem Jahr waren sie als Bundesvorsitzender der JU zuletzt in Plettenberg im Cafe Haltepunkt – nun sind Sie Generalsekretär und mittendrin in der Berliner Machtzentrale. Haben Sie sich gut eingelebt, oder hat man gar keine Zeit mehr zu realisieren, was da passiert ist?

 Manchmal kommt es mir noch immer etwas unwirklich vor, aber ich habe ein großartiges Team, das ich sehr schätze. Die meisten haben mich schon vorher begleitet. So ein vertrautes Arbeitsumfeld hilft bei der Eingewöhnung. 

Die Abstecher ins heimische Sauerland, wo Sie ja weiter mit Ihrer Familie leben, müssen wahrscheinlich gut geplant werden. Aber wie ich hörte, hatten Sie am Wochenende Zeit, um etwas zu machen, was alle Sauerländer gerne machen... 

... ja, denn  in Iserlohn ist das ganze Wochenende Schützenfest. Da ich selbst im Verein bin, ist das ein Highlight. Spaß beiseite: Es ist schon sehr beanspruchend und ich bin oft in Berlin gebunden. Aber dafür genieße ich die Zeit mit meiner Frau und meinen Kindern in Iserlohn umso mehr. Das Sauerland ist meine Heimat, hier komme ich zur Ruhe und hier hat auch unsere Familie ihren Lebensmittelpunkt.

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