Kein Festival in der Immecke

Pfingsten ohne Rockevent: „Alle waren sehr wehmütig“

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Menschenansammlungen wie hier beim iRock 2019 sind in der Corona-Zeit nicht denkbar.

Normalerweise versammeln sich am Pfingstwochenende hunderte Rockmusik-Fans auf dem Sägewerk-Gelände in der Immecke und feiern Jahr für Jahr das iRock-Festival mit internationalen Bands und den Lokalmatadoren der Immecke-Allstars. Doch normal ist in diesem Jahr nichts.

Plettenberg - Die 30. Auflage des Independent-Festivals musste coronabedingt abgesagt werden, was den Organisatoren ein Pfingstwochenende der ruhigen Art bescherte. Wie es sich ohne Immecke-Rock angefühlt hat, darüber sprach Sebastian Schulz mit Mit-Organisator Carsten Langenbach.

Herr Langenbach, wie hat sich das Pfingstwochenende ohne Immecke-Rock angefühlt? 

Es war total komisch, alle waren sehr wehmütig. Wir im Organisationsteam haben in den Tagen rund um das Festival-Wochenende noch viel geschrieben und telefoniert. Wenn es doch wenigstens nur 10 Grad warm gewesen wäre und dauergeregnet hätte... Aber so herrschte ja auch noch ideales Wetter für das Festival.

 Wie weit waren Sie mit den Planungen, als Sie die Veranstaltung Mitte März abgesagt haben? 

Das Line-Up für die Bands stand schon Anfang des Jahres, weil es ein Best-of der letzten 30 Jahre geben sollte. Trotzdem haben wir noch vor dem Lockdown alles abgeblasen, weil wir internationale Bands aus Schottland, Frankreich und den Niederlanden dabei haben. Das Festival sollte keine Virenschleuder werden.

 Wie haben die Bands auf die Absage reagiert? 

Alle haben direkt für das nächste Jahr zugesagt. Außerdem haben sie Grüße und Songs bei Facebook gepostet, die auf unserer iRock-Seite zu sehen sind. 

Wie haben Sie persönlich am Sonntag den Tag verbracht? 

Ich war zuhause mit der Familie, habe gegrillt und bin in den noch viel zu kalten Pool gehüpft. Und ich habe viele Nachrichten mit den Kollegen geschrieben, über die ich das eine oder andere Mal schmunzeln musste.

Was waren das für Nachrichten?

So etwas wie: Weiß jemand, wo die Kabelbinder liegen? Hat jemand Andi gesehen? Oder: Peter, wo bleibst du, du hast jetzt Bierschicht! Eben typische Fragen, die an jedem Immecke-Rock-Wochenende auftauchen, um uns das Gefühl zu geben, als läuft das Fest wirklich. 

Sind Sie optimistisch, dass das Festival im nächsten Jahr wieder durchgeführt werden kann? 

Abwarten. Über diese Frage haben wir im Vorstand des iRock-Vereins schon viel diskutiert, aber das kann niemand sagen. Wir würden es natürlich total gerne wieder durchführen.

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