Internetarbeiten im Oestertal - bekommen die Talbewohner jetzt endlich eine schnelle Leitung?

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Plettenberg - Wird jetzt endlich auch das Oestertal und speziell Himmelmert ans schnelle Internet angeschlossen? Diese Hoffnung haben derzeit viele Talbewohner, weil Bauarbeiter an der Ebbetalstraße seit einigen Tagen meterweise orangefarbene Leerrohre für Internetleitungen verlegen.

Die gute Nachricht ist: Ja, diese Rohre werden tatsächlich für eine schnellere Internetverbindung genutzt. Die schlechte Nachricht aus Sicht der Anwohner: Nur die anliegenden Firmen, zum Beispiel Frauenthal oder Schulte-Wiese, werden an dieses Glasfasernetz angeschlossen. Die Privathaushalte schauen vorerst weiter in die Röhre.

Sergej Rudsinski, der Breitbandkoordinator für den Kreis, erklärt, warum das so ist. „Es handelt sich bei dieser Maßnahme um den geförderten Glasfaserausbau für Gewerbegebiete.“ Und in diesem Programm werden eben nur Unternehmen versorgt, die bislang mit schlechtem Internet zu kämpfen hatten.

Dazu muss man folgendes wissen: Der Internetausbau findet derzeit nicht nur in Plettenberg, sondern landes- und bundesweit in verschiedenen Etappen statt. Kurz zusammengefasst ist da in Plettenberg der Glasfaserausbau, den die Telekom derzeit in vielen Teilen des Stadtgebiets in Eigenregie und ohne staatliche Unterstützung durchführt.

Für die Gebiete, die wirtschaftlich für die Internetanbieter nicht so interessant sind, gibt es den geförderten Ausbau: einmal den (jetzt im Oestertal gestarteten) Ausbau für Gewerbegebiete, der vom Land NRW aufgelegt wurde. Und zu guter Letzt ist da der Breitbandausbau, der von Bund und Land gefördert wird. Durch diesen Ausbau werden viele Plettenberger Randgebiete, zum Beispiel auch die Privathaushalte in Himmelmert, erschlossen. „Das klingt sehr kompliziert, aber dahinter steckt ein hoher bürokratischen Aufwand, denn es geht um viele Millionen Euro“, sagt Breitbandkoordinator Rudsinski.

Wann aber können denn nun die Privathaushalte mit schnellerem Internet rechnen? Es könnte noch dauern. Der Bescheid für den Breitbandausbau liegt aktuell zur Genehmigung in Berlin. Ob es noch dieses oder erst nächstes Jahr losgehen kann, ist ebenso unklar, wie die Frage, wann Plettenberg an der Reihe ist. „Das Ziel ist, bis 2022 mit allem fertig zu sein“, sagt Rudsinski, „und das ist ein ziemlich ehrgeiziger Plan...“

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