Impfstoff von Biontech/Pfizer

Lieferschwierigkeiten bei Corona-Impfstoff: Auch Auswirkungen auf den MK - Impfstopp in Kliniken

Ein Arzt setzt bei einem Patienten die Spritze an: Auch in den Seniorenheimen in Bad Sassendorf sind die Impfungen gegen das Corona-Virus angelaufen.
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Eigentlich sollten die Mitarbeiter des Radprax-Krankenhaus Plettenberg an diesem Mittwoch geimpft werden. Doch daraus wird nun nichts.

Viele Krankenhäuser haben auf einen baldigen Impfstart gehofft - doch daraus wird nun erstmal nichts. Das Land NRW hat einen Impfstopp für Kliniken verhängt. Dieser hat auch Auswirkungen auf den Märkischen Kreis.

Märkischer Kreis - Im Radprax-Krankenhaus in Plettenberg hatte man alles schon vorbereitet. Zwischen 6 und 14 Uhr sollten an diesem Mittwoch 96 Impfdosen von Biontech/Pfizer für die Corona-Impfungen der Mitarbeiter angeliefert werden, der Ärztliche Direktor Dr. Andrzej Ploch stand schon früh am Morgen Gewehr bei Fuß.

Doch um 7.30 Uhr erreichte ihn über das Telefon die Information aus dem Impfzentrum: Die Lieferung ist storniert. Die ursprünglich vorgesehene Spedition aus Düsseldorf wird den Impfstoff doch nicht nach Plettenberg bringen. Alle Lieferungen seien bis Ende Januar storniert.

Lieferschwierigkeiten bei Corona-Impfstoff: Auch Auswirkungen auf den MK

Der Grund: Bei der Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech gibt es Engpässe. Daher hat das Land NRW nicht nur einen Impfstopp in Kliniken verkündet, sondern verschiebt auch den Start der Impfungen für über 80-Jährige, die zu Hause leben. Die Landesregierung müsse die Planungen für die Corona-Impfungen in NRW anpassen, weil es kurzfristige Umbauten in einem Abfüllwerk des Herstellers Biontech und Pfizer gebe, weshalb es der kommenden Woche deutliche weniger Impfstoff ausgeliefert werden könne als vorgesehen. Das erklärte der Sprecher des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums.

Dieser Lieferengpass wirkt sich auch auf den Märkischen Kreis aus. „Plettenberg ist da kein Einzelfall“, sagte Kreissprecherin Ursula Erkens auf Anfrage. Welche Kliniken von dem Impfstopp betroffen sind, könne sie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Im Laufe des Tages wolle sie sich mit den Kollegen einen Überblick verschaffen und weitere Informationen bekannt geben.

Impfstopp auch in Kliniken im MK: Enttäuschung ist groß

Im Gegensatz zu den Märkischen Kliniken in Lüdenscheid, wo die Erstimpfungen bereits am Montag begonnen haben, sollte Plettenberg erst Mitte dieser Woche an der Reihe sein. „Wir und das Personal haben uns sehr darauf gefreut“, sagt Dr. Andrzej Ploch, denn man hoffe, durch die Impfungen die Pandemie möglichst rasch effektiver bekämpfen zu können. „Jetzt ist die Enttäuschung riesig“, sagt der Ärztliche Direktor nach der Stornierung.

Einen neuen Impftermin konnte Dr. Ploch für die Mitarbeiter des Radprax-Krankenhaus Plettenberg noch nicht nennen. Aber angesichts der Stornierungen bis Ende Januar rechnet er nicht mit einem Impfstart in Plettenberg vor Anfang Februar.

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