Eventplanung in der Pandemie

Impfpflicht zur Teilnahme an städtischen Veranstaltungen? Das sagt die Plettenberger Kultour GmbH

Plettenberg Sommerkino Archivbild
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Für Veranstaltungen im Jahr 2021, hier ein Bild vom Sommerkino aus den Vorjahren, bereitet die Kultour GmbH Hygienekonzepte in unterschiedlichen Varianten vor.

Bis Anfang März soll der aktuelle Lockdown noch dauern, wie es danach weitergeht – gerade auch im Bereich Kultur – ist noch unklar. Die Kultour GmbH passt ihre Planungen an diese ungewisse Lage an, möchte in diesem Jahr aber auf jeden Fall Events anbieten – in welchem Rahmen auch immer diese möglich sind. Die Teilnahme an städtischen Veranstaltungen an eine Corona-Impfung zu koppeln, wie vom Eventim-Vorstandsvorsitzenden Klaus-Peter Schulenberg erst kürzlich ins Gespräch gebracht, sei aber eher kritisch zu sehen.

Plettenberg – Über so etwas könne man generell erst nachdenken, wenn genug Impfstoff vorhanden sei und jeder ein Impfangebot erhalten habe, erklärt Sylvia Eick, Geschäftsführerin der Plettenberger Kultour GmbH, auf Nachfrage unserer Zeitung. „Selbst dann finde ich es immer noch schwierig.“ Denn es bestehe die Gefahr, dass dadurch eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geschaffen wird. Es gebe schließlich Menschen, die sich nicht impfen lassen möchten, und das sei auch legitim.

Ein Szenario mit Schnelltests vor Veranstaltungen könne sich Eick dagegen durchaus vorstellen. Das könnte man gegebenenfalls bei Veranstaltungen in Plettenberg umsetzen, doch in den Planungen der Kultour GmbH und den Hygienekonzepten für Veranstaltungen spielten Schnelltests – bislang – keine Rolle.

Mit Events Perspektive geben

„Wir sind absolut gewillt, Veranstaltungen durchzuführen. Wir geben alles dafür“, sagt Sylvia Eick.

„Wir haben die finale Version der Kulturzeit fast fertig“, berichtet sie. Die Veranstaltungsbroschüre soll in Kürze in den Druck gehen und dann auch vorgestellt werden. Inhaltlich möchte Eick dem nicht vorgreifen: „Wir möchten aber eine kleine Perspektive für das Jahr aufzeigen und sagen, worauf man sich freuen kann.“ Sie sei guter Dinge, ab dem Sommer Events anbieten zu können.

Hygienekonzepte in verschiedenen Varianten

Grundsätzlich bereite man sich bei den Veranstaltungen auf zwei Szenarien vor: „Entweder wir haben einen kompletten Lockdown, dann fällt eine Veranstaltung aus; oder sie findet unter den dann gültigen Bestimmungen statt.“

Man habe alle Szenarien durchgespielt und für alle Varianten unterschiedliche Hygienekonzepte in der Schublade.

„Wir haben zum Beispiel im November eine Comedynacht mit Jacqueline Feldmann in der ASG-Aula geplant. Die werden wir machen, und wenn es nur für 100 Zuschauer ist“, sagt Eick. Dass dann immer noch ein Lockdown bestehe und Veranstaltungen verboten sind, glaubt sie nicht, wohl aber, dass die Zuschauerzahlen noch begrenzt sind.

Die Kultour GmbH wird künftig mit einem intelligenten Ticketing-System arbeiten, das nicht nur wegen Corona angeschafft wurde, sondern um Ticketkauf, Platzbuchung und Rückgabe grundsätzlich zu erleichtern. „Wir arbeiten da jetzt digital und können alles darüber abwickeln, Schlangestehen vor der Geschäftsstelle ist nicht mehr nötig“, sagt Eick. Das Ticketing-System ähnle dem von Marktführer CTS-Eventim.

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