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Immer weniger Kunden: Testzentren schließen bald

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Von: Georg Dickopf

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Andrea Saladdino reduziert ab nächste Woche die Öffnungszeiten in der Stadtmitte um zwei Stunden.
Andrea Saladdino reduziert ab nächste Woche die Öffnungszeiten in der Stadtmitte um zwei Stunden. © Privat

Ende Februar endet nach knapp zwei Jahren das Angebot der Bürgertests. Wir haben uns umgehört, wie darauf die Testzentren in Plettenberg reagieren.

Plettenberg – Die führenden Virologen sind sich einig, dass die Pandemie beendet ist. Die Testpflicht besteht nur noch für bestimmte Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflege- und Altenheime und seit dem 23. Dezember reicht eine mündliche Versicherung, dass am Tag des Besuchs ein Corona-Selbsttest durchgeführt wurde. Einen Anspruch auf kostenfreie Tests wird es aller Voraussicht nach ab Ende Februar nicht mehr geben.

Der Staat bezahlt den Testzentren ab März auch kein Geld mehr für die Abnahme der Tests. Waren es anfangs 18 Euro, belief sich die Erstattung zuletzt auf 9,50 Euro pro Schnelltest.

Was bedeutet das Ende der Bürgertests für die vier heimischen Testzentren? Wir haben nachgefragt:

Die Betreiber des IFAM-Testzentrums in Plettenberg leisteten sozusagen Pionierarbeit in Plettenberg, als man bereits im März 2021 am Aquamagis eine Drive-in-Testung anbot.

Andrea Saladdino reduziert ab nächste Woche die Öffnungszeiten in der Stadtmitte um zwei Stunden.
Andrea Saladdino reduziert ab nächste Woche die Öffnungszeiten in der Stadtmitte um zwei Stunden. © Privat

„Damals wollten wir möglichst schnell ein Testangebot für die Plettenberger Bürger aufstellen, ohne zu wissen, was auf uns zu kommt, wie groß die Nachfrage sein wird, wie es vergütet wird und wie lange die Pandemie dafür sorgen wird, dass wir dieses Angebot aufrecht erhalten“, sagt IFAM-Geschäftsführer Moritz Marl. Oft genug hätten die meist sehr kurzfristigen Vorgaben der Regierung die Betreiber in Atem gehalten. Das Versprechen, das Testzentrum weiterzuführen, habe man aber trotz monatelanger „Flaute“ aufrechterhalten, so Marl, der deshalb auch insbesondere dem Team dankt, das in den letzten Wochen bei Wind und Wetter auf dem Modepark-Parkdeck auf manchmal nur eine Handvoll Bürger gewartet habe. Die schwindende Besucherzahl spreche eine eindeutige Sprache, sodass eine Weiterführung der dezentralen Testzentren nicht sinnvoll erscheine.

Schließung zum 24. Februar

Das IFAM-Testzentrum in Plettenberg wird deshalb zum 24. Februar schließen. Am IFAM-Hauptstandort in Neuenrade und im Plettenberger Hausarztzentrum bleibt das Angebot zur Durchführung von Schnelltests, PCR-Tests und Impfungen während der Geschäftszeiten weiterhin erhalten.

Im DRK-Heim an der Ratschelle wird bis Ende Februar weiter getestet.
Im DRK-Heim an der Ratschelle wird bis Ende Februar weiter getestet. © ST-Archiv

Bis zum 28. Februar bleibt das DRK-Testzentrum Auf der Ratschelle geöffnet. Ob man darüber hinaus kostenpflichtige Tests anbieten werde, sei offen, sagt der DRK-Vorsitzende Peter Krieger, der einen deutlichen Einbruch registrierte. „Aber an manchen Tagen haben wir auch noch 20 Tests“, so Krieger.

Andrea Saladdino, der das Testzentrum in der Stadtmitte betreut, geht auch von einem Ende des Testangebotes Ende Februar aus. Zudem werde man die Öffnungszeiten an die geringere Resonanz anpassen und um zwei Stunden am Spätnachmittag verkürzen.

Jennifer Reitemeyer, die das Testzentrum Auf dem Stahl betreut, plant ab Freitag neue und verkürzte Öffnungszeiten. „Wir nehmen einen deutlichen Rückgang der Testungen wahr, sodass wir uns nach reichlicher Überlegung für eine Verkürzung der Öffnungszeiten entschlossen haben“, betonte sie. Wochentags kann dann von 9 bis 16 Uhr getestet werden, samstags von 10 bis 15 Uhr und sonntags von 11 bis 15 Uhr.

Als einzige der vier Betreiber spricht sie nicht von einer Schließung: „Unsere aktuelle Planung sieht voraus, dass wir das Testzentrum auch nach dem 28. Februar geöffnet lassen. Wie lange wird sich Anfang März zeigen.“

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