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Illegaler Autohandel auf dem Parkplatz? Das sagt die LEG

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Von: Georg Dickopf

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In den Wohngebieten Auf der Burg und in der Kersmecke sind solche  Autoreparaturen auf öffentlichen Plätzen nicht ungewöhnlich.
In den Wohngebieten Auf der Burg und in der Kersmecke sind solche Autoreparaturen auf öffentlichen Plätzen nicht ungewöhnlich. © ST-Bild

Nach der Berichterstattung über Abschleppfahrzeuge und abgemeldeten Autos, die jetzt in großer Zahl im Wohngebiet Auf der Burg stehen, meldete sich ein weiterer Leser (Name ist der Redaktion bekannt),

Plettenberg - Demnach sei dies bereits seit zwei bis drei Jahren dort ein Problem.

Zu beobachten sei eine ständig steigende Anzahl an Altfahrzeugen, Abschleppfahrzeugen und Abschleppanhängern sowie an Fahrzeugbewegungen.

Anfangs seien nur Altfahrzeuge per Abschleppseil herangekarrt worden. Diese seien dann notdürftig geflickt und mit Kennzeichen von regulär angemeldeten Fahrzeugen versehen worden, um nach kurzer Lagerung auf den umliegenden Parkplätzen mutmaßlich weiterverkauft worden zu sein.

Dies habe sich mit einer immer professionelleren Ausstattung mittlerweile zu einem regelrechten Unternehmen ausgeweitet.

Aktivitäten wie das Umladen vom einen auf ein anderes Fahrzeug, das Umstecken von KFZ-Kennzeichen und das notdürftige Abstreuen von auslaufendem Motoröl erfolgten meist außerhalb der Geschäftszeiten des Ordnungsamtes. Besagtes Ordnungsamt fahre zumeist, früh am Morgen die Straße rauf und wieder runter und klebe bisweilen leuchtrote Aufkleber „wegen unerlaubter Fahrzeugentsorgung“ auf eines der abgemeldeten Fahrzeuge. Doch es gehe hier nicht um die Entsorgung von Altfahrzeugen am Straßenrand, sondern um den Handel mit den Autos.

Nicht nachvollziehen kann der Anwohner, dass ein Fahrzeughändler in Deutschland einen abgesperrten Stellplatz benötige, der öldicht sein muss und möglicherweise über einen Ölabscheider verfüge. Für die Betreiber des Handels mit Altfahrzeugen reiche in den Wohnsiedlungen Auf der Burg und in der Kersmecke hingegen ein öffentlicher Stellplatz aus.

Da die Besitzer der Abschleppfahrzeuge größtenteils in den beiden LEG-Mehrfamilienhäusern Auf der Burg wohnhaft sein sollen, befragten wir LEG-Sprecher Nils Roschin noch einmal zum Thema:

Herr Roschin, ist es richtig, dass es nur wenig bis gar keine LEG-eigenen Parkplätze in der Wohnsiedlung Auf der Burg gibt?

Ja, das ist richtig. Außer Garagen hat die LEG dort keine eigenen Mieterparkflächen.

Wenn LEG-Mieter ihre Abschlepper oder abgemeldete Autos auf öffentlichen Parkplätzen abstellen, hat die LEG dann trotzdem Befugnisse oder muss die Stadt dann aktiv werden?

Leider haben wir da keine Befugnisse. Hier ist die Stadt in Verantwortung und muss tätig werden. Auch wenn wir für die öffentlichen Flächen keine Befugnisse haben, stehen wir dennoch über unsere kfm. Kundenbetreuung regelmäßig mit dem Ordnungsamt in Kontakt.

Auch dort sollen schon diverse Autoteile aus Kellern geholt worden sein. Können Sie das bestätigen und was gedenkt die LEG zu tun, damit sich das Problem nicht einfach verlagert?

Auch wir sind mit der Situation unzufrieden, können aber nichts tun, da es sich um öffentliche Parkflächen handelt.

Ein Hinweis abschließend noch: Zurzeit steht an unseren Häusern „nur“ ein Anhänger und ein abgemeldetes Fahrzeug auf öffentlichen Flächen. Zwei bis drei Anhänger stehen vor dem Hochhaus „Auf der Burg“ welches nicht der LEG gehört.

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