Lesung am Donnerstag in der Stadtbücherei Plettenberg 

"Ich mag es, wenn man denkt, das könnte mir auch passieren" - Interview mit Clara Gabriel zu ihrem Roman "Rettungsring für zwei"

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Plettenberg - Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff – das hört sich nach einem Traumurlaub an. Die Besucher der Lesung von Clara Gabriel am kommenden Donnerstag in der Stadtbücherei können sich auf diese Reise begeben, ohne Plettenberg zu verlassen. Mit der Lesung zu „Rettungsring für zwei“ entführt die Autorin die Zuhörer in die Karibik. In einem Interview mit dem Süderländer Tageblatt spricht Clara Gabriel mit Redakteurin Marie Veelen bereits über den Roman.

Bei Ihrem ersten Buch „Postkarten für Dora“ handelte es sich um einen historischen Roman, das zweite Werk, „Rettungsring für zwei“, ist jedoch ein reiner Liebesroman. Wie kam es dazu?
Clara Gabriel: „Ich habe an meinem zweiten Dora-Buch gearbeitet, kam aber nicht so ganz in die Geschichte rein. Da meinte meine Lektorin: Vielleicht musst du mal was anderes schreiben. Du reist doch viel. Erst habe ich gedacht, ein Liebesroman? Ich? Aber es klappte ganz gut.“

Wird es noch einen Roman zu Dora geben oder bleiben Sie erst einmal bei der Kreuzfahrtgeschichte?
Gabriel: „Ich habe auf jeden Fall Lust, an Dora noch weiter zu schreiben. Bei beiden Stories handelt es sich um Reisegeschichten, was die Bücher verbindet. Als nächstes erscheint jedoch erst einmal der zweite Teil von Rettungsring für zwei. Der Band spielt dann in Mittelamerika und ein dritter wird die Leser nach Südamerika führen. An diesem schreibe ich gerade. Es ist eine Reihe und es gibt dieselben Grundfiguren aber jedes Mal ist die Geschichte in sich abgeschlossen.“

Ist im Roman „Rettungsring für zwei“ alles erfunden oder gibt es auch wahre Begebenheiten?
Gabriel: „Ich habe selbst schon einige Kreuzfahrten gemacht und zeige bei der Lesung auch Urlaubsbilder. Die Geschichte selbst ist aber erfunden. Ich habe an einer Kapitänsfragestunde ganz vorne gesessen und fleißig mitgeschrieben als der Kapitän etwas über das Schiff und seinen Werdegang erzählte, wie er auf das Schiff gekommen ist. Zu dem Zeitpunkt war das Buch schon halb geschrieben aber davon konnte ich gut etwas einbauen. Und auch eine Küchenführung habe ich mitgemacht, um zu sehen, wie es auf einem Schiff zugeht. Auch einige Urlaubserlebnisse finden sich im Roman wieder. Die Frau, die wegen des „R-E-I-S“ ausflippt, ist zum Beispiel echt. Im Nachwort warne ich in diesem Zusammenhang auch: bitte benehmen Sie sich, sonst könnte ich über Sie schreiben.“

Finden Sie sich auch selbst in Ihrer Geschichte wieder?
Gabriel: „Da hat Dora aus meinem ersten Roman schon mehr von mir als die Protagonistin Marie, aber auch nicht viel. Von Freundinnen steckt etwas in Marie. Es ist eine Figur, die man sich ausdenkt, aber sie muss schließlich auch echt und lebendig sein, daher bringe ich ein, was ich kenne. Wie habe ich mich in der Situation gefühlt habe oder eine Freundin als das und das passierte. Wenn es um Emotionen geht ist der wahre Kern wichtig, um realistisch zu sein. Und es muss zur Figur passen. Ich mag realistische Geschichten, bei denen man denkt, das könnte mir auch passieren. In Großstädten sitze ich auch gerne im Café und beobachte Leute, wie sie sich verhalten oder was sie anhaben. Man muss aber darauf achten, die Menschen nicht zu sehr anzustarren.“

Wie schreiben Sie Ihre Geschichten?
Gabriel: „Ich plotte meine Bücher. Das heißt, ich plane ein Ziel, in welche Richtung die Geschichte gehen soll und erstelle ein Grundgerüst. Beim Schreiben kommen dann noch spontane Ideen dazu.“

Gehört eine Lesung genauso für Sie dazu wie das Schreiben?'
Gabriel: „Auf jeden Fall. Lesen macht mir riesigen Spaß und ist etwas ganz anderes als das Schreiben. Deshalb freue ich mich am morgigen Donnerstag auf einen schönen Abend mit viel Kreuzfahrt-Flair und Fernweh-Garantie“.

Clara Gabriel gibt am morgigen Donnerstag um 19.30 Uhr eine Lesung in der Stadtbücherei Plettenberg. Ihr Buch „Rettungsring für zwei“ ist der Auftrakt zur Reihe „Kreuzfahrt-Liebe“ und entführt die Zuhörer am Donnerstag in die Karibik. Maries Leben läuft ganz nach Plan. Bis ihr Verlobter drei Tage vor der geplanten Hochzeit tödlich verunglückt. Ihre Freundin Eva überredet sie, dennoch in die Flitterwochen zu fahren. Wäre doch schade, die Karibik-Kreuzfahrt sausen zu lassen. An Bord des Kreuzfahrtschiffes Stella Maris lernt sie Paul kennen und verliebt sich in ihn. Das hätte sie jedoch besser gelassen. Eintrittskarten zur Lesung sind für fünf Euro in der Stadtbücherei erhältlich.

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