1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Plettenberg

Kaum mehr Geld gemacht: Hundesteuer verzeichnet nur leichtes Plus

Erstellt:

Von: Christos Christogeros, Volker Griese

Kommentare

Plettenberg verzeichnet nur ein kleines Plus bei der Hundesteuer
Während andere Städte bundesweit davon profitieren, dass sich während der Corona-Pandemie manche Menschen einen Hund angeschafft haben, ist in Plettenberg nur ein leichtes Plus zu verzeichnen. © Carsten Rehder/dpa

Viele Menschen haben sich in der Corona-Pandemie einen Hund zugelegt. Der Trend füllt die Kassen von Städten und Gemeinden. Bundesweit sind die Einnahmen aus der Hundesteuer im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent gestiegen. So üppig fiel die Mehreinnahme aber nicht überall aus. So ist in Plettenberg nach Informationen aus dem Rathaus nur ein leichtes Plus beim Hundesteuer-Aufkommen zu verzeichnen.

Plettenberg – Demnach hat die Stadt Plettenberg in diesem Jahr 149 000 Euro über die Hundesteuer eingenommen. Die Summe könnte sich noch erhöhen, aber wenn, dann auch nur noch leicht. Damit würde die Vier-Täler-Stadt ein leichtes Plus verzeichnen: 2021 wurden gut 148 000 Euro eingenommen, 2020 brachte die Hundesteuer dem Haushalt der Stadt Plettenberg 149 000 Euro, ein Jahr zuvor 146 000 Euro. Nach Auskunft aus dem Plettenberger Rathaus sind zum 1. Januar 2022 insgesamt 2 074 Hunde auf 1 755 Halter in Plettenberg registriert.

Damit setzt sich der bundesweite, aber auch der Trend in manchen Nachbargemeinden in der Vier-Täler-Stadt nicht durch. So lagen die Mehreinnahmen aus der Hundesteuer in Werdohl mit 6,2 Prozent sogar leicht über dem Bundesdurchschnitt. Die Stadt Werdohl kalkuliert in diesem Jahr mit einer Einnahme von 120 000 Euro.

Die höheren Einnahmen gehen in Werdohl übrigens auch mit einer steigenden Zahl an bellenden Vierbeinern einher. 2019 waren in der Stadt an Lenne und Verse 802 Hunde registriert. Ein Jahr später, also noch zu Beginn der Corona-Pandemie waren es bereits 925 Hunde, und im Jahr 2021 ist die Zahl dann sogar auf 1 091 gestiegen.

Bei der Hundesteuer handelt es sich um eine Gemeindesteuer. Die Höhe der Steuer und die Ausgestaltung der Steuersatzung bestimmt die jeweilige Kommune. Mancherorts hängt der Betrag, den die Hundebesitzer entrichten müssen, auch von der Anzahl der gehaltenen Hunde oder von der Hunderasse ab; sogenannte Listenhunde, die aufgrund ihrer Rasse als besonders gefährlich gelten, werden dann höher besteuert. Weil die Abgabe keine Gebühr ist, werden damit nicht direkt beispielsweise die Straßenreinigung oder die Tüten für die Hundetoiletten finanziert. Als Steuer fließt sie vielmehr wie auch die Grundsteuer in den allgemeinen Haushalt der Kommune.

Auch interessant

Kommentare