Hundehaufen verwandeln Wiese am Radweg Böddinghausen in ein „Minenfeld“

Plettenberg - Wenn die Kanuten des TV Jahn Plettenberg ihre Boote am Radweg Böddinghauser zu Wasser lassen wollen, dann müssen sie auf dem Weg über die Wiese auf jeden Schritt achten. Etliche Hundehaufen säumen dort das Lenneufer.

„Das darf doch nicht wahr sein“, dachte sich wohl nicht nur Hundebesitzerin Anne Lenneper, als sie sich durch das „Minenfeld“ kämpfen musste.

„Pfui, ihr Plettenberger Hundebesitzer. Schämt euch“, sagt Anne Lenneper im Gespräch mit der Heimatzeitung. Am Mittwoch ist die Plettenbergerin mit ihrer Hündin am Lennedamm Gassi gegangen und wollte in Höhe der Realschule – dort haben auch die Kanuten ihr Vereinsheim – zum Wasser gehen. „Unbeschreiblich, da liegen mindestens 15 Hundehaufen auf der Treppe zum Steg, an dem die Kanus zu Wasser gelassen werden und auf dem Rasenstück davor bis zum Radweg“, beschreibt Anne Lenneper und ergänzt: „Donnerstags lassen die Kanuten ihre Kanus zu Wasser. Es trainieren Kinder und Jugendliche.“ Und nicht nur die Kanuten nutzen den etwas versteckten Steg, sondern auch viele Passanten, um sich gerade in den aktuell heißen Tagen abzukühlen.

Anne Lenneper appelliert an alle Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaft ihres Vierbeiners nicht wegmachen, dass sie sich doch bitte preiswerte Tüten kaufen mögen, um die Haufen zu beseitigen. Eigentlich müssen sich Frauchen und Herrchen diese noch nicht einmal kaufen, denn die Stadt Plettenberg hat genau dafür an öffentlichen Plätzen wie dem Wieden oder dem Eiringhauser Bahnhof Hundebeutelspender aufgebaut, an denen sich jeder kostenlos Tüten ziehen kann. Allerdings gibt es leider auch hier schwarze Schafe, wie Bauhofleiter Andreas Denker zu berichten weiß: „Nicht selten nimmt der Erste, der kommt, gleich die ganze Rolle mit.“ Ein großes Ärgernis, denn oft bekommen Denker und seine Kollegen zu hören: „Der Bauhof hat die Tüten wieder nicht aufgefüllt.“

Dabei seien die Bediensteten in der Regel zwei Mal in der Woche unterwegs, um die Tütenautomaten zu checken und aufzufüllen.

Deutlich unappetitlicher ist dagegen die Aufgabe des Bauhofs, die Hundehaufen zu beseitigen. „Das ist für die Mitarbeiter natürlich nicht sehr schön, aber daran denken die Leute ja nicht“, ärgert sich Denker. Besonders unangenehm seien Situationen, in denen die Bediensteten mit dem Freischneider Wiesen und Gestrüpp stutzen und dabei auf versteckte Hundehaufen stoßen. Denker beschreibt das in anschaulichen Worten: „Dann fliegt ihnen die Scheiße richtig schön um die Ohren.“

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