Vorfall im Landemerter Wald in Plettenberg

Nach Hunde-Attacke auf Frau und Baby: Besitzer der Tiere gefunden

+

Plettenberg - Nach der Hunde-Attacke auf eine Frau mit Baby im Landemerter Wald ist der Besitzer der Tiere jetzt ausfindig gemacht. Das droht ihm jetzt.

Julia Schuliers, eine Mutter aus Landemert, war mit ihrem Baby vor der Brust von unbekannten Hunden im Landemerter Wald attackiert worden. Sie meldete sich in der Redaktion, um über Come-On.de einen Zeugenaufruf zu starten – mit Erfolg, wie sich jetzt herausstellte.

„Es haben sich sechs Leute bei mir gemeldet, um mir Hinweise zu geben“, so Julia Schuliers. Drei von ihnen hätten selbst „extreme Probleme mit dem Mann und seinen Hunden“ gehabt. Die drei Personen hätten ebenfalls den Weg zum Ordnungsamt gewählt. Thorsten Spiegel, Leiter des Ordnungsamtes, bestätigte jetzt auf Anfrage: „Ja, es haben sich mehrere Personen bei uns gemeldet und Frau Schuliers in ihrer Aussage unterstützt.“ Durch die Schilderungen der Personen und zusätzliche „Recherchen der Ordnungsamt-Mitarbeiter“ habe man den Hundebesitzer ausfindig machen können. 

„Es wurde jetzt ein Anhörungsverfahren eingeleitet. Wir haben entschieden, dass die Hunde aufgrund der Schilderung der Personen eine Gefahr darstellen“, erklärt Spiegel. Deshalb würde nun eine Begutachtung durch Experten vorgenommen, das heißt, dass die Tiere einem Wesenstest unterzogen werden. „Dann wird geschaut, welche Konsequenzen dem Halter drohen. Im schlimmsten Fall muss er die Hunde abgeben.“ Auch das verpflichtende Tragen von Maulkörben sei denkbar.

Was ist im Landemerter Wald geschehen?

Schuliers war mit ihrer sechs Monate alten Tochter in der Babytrage auf dem Waldweg hinter der alten Schule in Landemert unterwegs, als sie plötzlich zwei unbekannte Hunde entdeckte, die auf sie zuliefen, sie umzingelten und mehrmals an ihr hochsprangen. Sie bellten die Mutter und ihr Baby lautstark an und ließen minutenlang nicht von ihr ab.

Als das Baby immer heftiger anfing zu schreien, wurden die Vierbeiner zunehmend aggressiver. Das Schlimmste an der Sache war, dass der Besitzer fluchtartig versuchte, sich „vom Acker zu machen“, anstatt seine Tiere zurückzurufen. Erst als Schuliers mehrmals nach den Tieren trat und versuchte, sie mit Stöcken abzuwehren, ließen sie irgendwann von ihr ab. „Zum Glück kamen die Hunde nicht an die Kleine heran“, sagte Schuliers. 

Eine Anzeige bei der Polizei gegen den unbekannten Halter lief ins Leere. Auf der Wache angekommen, schickten die Beamten Julia Schuliers zum Ordnungsamt und empfahlen zusätzlich den Weg über die Öffentlichkeit. Der richtige Weg, wie sich jetzt herausstellte. „Es haben sich sechs Leute bei mir gemeldet, um mir Hinweise zu geben“, so Julia Schuliers. Mit Erfolg.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare