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Hund reißt Reh in Plettenberg? Hundehalterin widerspricht

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Von: Christos Christogeros

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Das Reh wurde im Bereich des Halses verletzt. Es musste von seinem Leid erlöst werden.
Das Reh wurde im Bereich des Halses verletzt. Es musste von seinem Leid erlöst werden. © Ordnungsamt Plettenberg

[Update, 31. März, 14 Uhr] Das helle Fell in Blut getränkt, wenige Meter entfernt ein Reh, das von seinem Leid erlöst werden musste: In Plettenberg soll ein Hund mutmaßlich ein Reh gerissen haben. Die Halterin, die sich mittlerweile beim Ordnungsamt gemeldet hat, widerspricht jedoch.

Plettenberg - Ob der blutverschmierte Hund nun tatsächlich das Reh so schwer verletzt hat, dass dieses von seinem Leid erlöst werden musste, soll nun ein Anhörungsverfahren klären. Die Halterin des Hundes erklärte im Gespräch, dass sie das verletzte Reh gar nicht gesehen habe. Ihr Hund sei unter einem Maschendrahtzaun verschwunden und wenige Minuten später blutverschmiert zurückgekehrt. Daraufhin habe sie Polizei und Tierarzt informiert. Die Halterin geht davon aus, dass das Reh bereits verletzt war und ihr kleiner Hund möglicherweise am blutenden Tier geschnüffelt habe.

[Erstmeldung] Es sind grausige Bilder, die von dem Hund - vermutlich ein Terrier-Mix - gemacht werden konnten, ehe das Tier im Wald oberhalb der Straße Am Rohe (Plettenberg-Eiringhausen/Silberg) verschwinden konnte. Der Vorfall soll sich am Dienstag, 22. März, zwischen 7 und 8 Uhr abgespielt haben.

Der völlig blutverschmierte Hund, der noch fotografiert werden konnte, soll in Plettenberg-Eiringhausen ein Reh schwer verletzt haben.
Der völlig blutverschmierte Hund, der noch fotografiert werden konnte, soll in Plettenberg-Eiringhausen ein Reh schwer verletzt haben. © Ordnungsamt Plettenberg

Wie das Plettenberger Ordnungsamt berichtet, muss der mutmaßlich verantwortliche Hund das Reh aufgrund der örtlichen Gegebenheiten in eine ausweglose Situation gedrängt haben. Fotos zeigen, dass das Reh im Bereich des Halses verletzt worden war. Wie das Ordnungsamt weiter erklärt, waren die Verletzungen so schwer, dass das Reh letztendlich von seinem Leid erlöst werden musste.

Im Vordergrund stand die Suche nach dem Halter des Tieres, aber auch die Sensibilisierung anderer Hundehalter. Dem Halter droht nach geltenden Gesetzen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Landesjagdgesetz. Hier wird durch die zuständige Behörde ein Bußgeld verhängt. Im Wiederholungsfall oder wenn der Hundeführer mit Vorsatz handelt, kann es sich sogar um eine Straftat handeln.

Wichtiges Detail: Der kleine Hund trug ein rotes Halsband.
Wichtiges Detail: Der kleine Hund trug ein rotes Halsband. © Ordnungsamt Plettenberg

Das Plettenberger Ordnungsamt appelliert noch einmal an alle Hundehalter: Auch kleinere, freilaufende Hunde können für Wildtiere gefährlich werden. Innerhalb bebauter Ortsteile sind Hunde grundsätzlich an der Leine zu führen. Im Bereich des Waldes dürfen Hunde auf Waldwegen mitgeführt werden, wenn diese abrufbar sind und sich im unmittelbaren Einflussbereich des Halters befinden. Bei Zuwiderhandlungen kann ein Bußgeld verhängt werden.



 

 

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