Holthauser Gerätehaus marode – muss ein Neubau her?

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Für die ehemalige Kreisschirrmeisterei, die als Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Holthausen dient, könnte bald ein Ersatzbau nötig sein.

Plettenberg - Fast 50 Jahre alt ist die Kreisschirrmeisterei in Holthausen, in der sich das Feuerwehrgerätehaus befindet. Die Bausubstanz ist jedoch schlecht und zu den baulichen Mängeln kommt hinzu, dass das Gebäude nicht mehr funktional sei. Deshalb schlägt das Bauamt der Stadt Plettenberg einen Neubau vor. Ein Planungsbüro war in dieser Woche vor Ort, um sich die Lage anzusehen.

Das beauftragte Fachplanungsbüro „kplan“ aus Siegen hat sich auf Feuerwehrbauten und öffentliche Sonderbauten spezialisiert. Anhand von Grundrissen, Bauakten und einer ausführlichen Begehung vor Ort verschaffte sich das Planungsbüro einen Eindruck von dem baulichen Zustand, um zu beurteilen, welche Maßnahmen nötig sind und ob ein Neubau zu empfehlen ist. Diese Empfehlung soll mit Abschluss des Projektes, etwa in vier Monaten, dem Rat vorgetragen werden, der dann eine Entscheidung treffen soll.

Das Gerätehaus beinhaltet neben den Umkleideräumen einen Schulungsraum mit anliegender Küche und zwei Fahrzeughallen. In der Halle der Kreisschirrmeisterei sind neben Fahrzeugen der Feuerwehr auch das Fahrzeug des Feuerwehrmusikzuges, ein Rettungswagen des Märkischen Kreises und in einem abgetrennten Bereich der Bürgerbus untergebracht und im oberen Stockwerk befinden sich die Räumlichkeiten des Musikzuges.

Gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr und Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel sah sich das Planungsbüro kplan aus Siegen das Gerätehaus an.

Nicht mehr benötigt wird der alte Turm der Kreisschirrmeisterei. Er sei mit Ausnahme der Mobilfunkantennen nutzlos. Dies sei laut Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel auch der Grund für eine Absperrung im oberen Bereich des Turms, die zusätzlich mit einem Schild gekennzeichnet ist, das nur befugten Mitarbeitern den Zutritt erlaubt. Berücksichtigt werden müsste bei einem Neubau unter anderem, dass auch an Parkplätze für Einsatzkräfte gedacht werde, sodass diese bei der Anfahrt nicht den Einsatzfahrzeugen in die Quere kommen. Ebenfalls ungenutzt sind zwei ehemalige Dienstwohnungen, die sich über der Fahrzeughalle befinden.

Auch die Feuer- und Rettungswache am Wall sowie die Feuerwehrgerätehäuser in Ohle und Selscheid sollen untersucht werden, um der Stadt zu empfehlen, welche Prioritätenfolge zweckmäßig sei, um die baulichen Mängel Schritt für Schritt zu beheben. Nach Einschätzung des Bauamtes seien hier Umbauten möglich.

In der Hauptwache habe man mit Platzmangel zu kämpfen, da sich die Mitarbeiterzahl in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt habe. Es müsse geprüft werden, ob die Sozial- und Schlafräume, die Büroräume sowie der Werkstattbereich noch ausreichen und der Hygienebereich verbessert werden müsse. Die erforderlichen Maßnahmen könnten entweder durch eine Erweiterung auf das angrenzende Grundstück oder eine Aufstockung umgesetzt werden.

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