„Es war keine einsame Entscheidung des Bürgermeisters“

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Die Plettenberger Feuerwehrführung (von rechts) mit Wehrleiter Markus Bauckhage sowie den Stellvertretern Markus Hüsken und Frank Hinkelmann (Wachenleiter) und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Jörg Döring zählte gestern in der Ratssitzung zu den rund 40 Zuschauern. Foto: Dickopf

Plettenberg – Dass die Stadt Plettenberg angesichts des aktuellen Rückstands und wenig rosiger Aussichten bei den Gewerbesteuerzahlen auf einen Fehlbetrag von über 8 Millionen Euro zusteuert, geriet in der Plettenberger  Ratssitzung am Dienstag zur Nebensache. Im Mittelpunkt stand dafür das Thema Feuerwehr.

Im Mittelpunkt stand dafür das Thema Feuerwehr. Die CDU hat in ihrem Antrag nach einem Plan B für den Bereich Holthausen gefragt, nachdem dort insgesamt 18 Feuerwehrleute zurückgetreten waren. Wie viele Mitglieder die Löschgruppe vorher hatte und wie hoch die aktuelle Zahl an einsatzfähigen Wehrleuten ist, darüber gab es unterschiedliche Auffassungen. 

Einig waren sich dagegen Wehrleiter Markus Bauckhage und der stellvertretende Kreisbrandmeister Jörg Döring, dass die Schutzziele in Holthausen weiter erfüllt würden. Laut Bauckhage hätten sich aus anderen Löschgruppen sechs Gastlöscher gemeldet, womit man aktuell auf 25 Mitglieder komme. Als Plan B könne man die Löschgruppe Stadtmitte und die Löschgruppe Hüinghausen bei Einsätzen hinzuziehen. Entsprechende Absprachen seien laut Bauckhage erfolgt. Um mehr Mitglieder zu gewinnen, soll ein Tag der offenen Tür veranstaltet werden und notwendige Ausbildungslehrgänge sollen vorrangig zugeteilt werden. 

Jörg Döring erklärte, dass der Brandschutz sichergestellt und eine Änderung des Brandschutzbedarfsplanes nicht notwendig sei. Das sah Peter Tillmann (CDU) komplett anders, zumal die Verantwortung für den Plan beim Rat liege. In Sachen Verantwortung erklärte sich auch Bürgermeister Ulrich Schulte, der klar stellte, dass die Verhängung von Disziplinarverfahren „keine einsame Entscheidung des Bürgermeisters war“, sondern der Beschluss in einer interfraktionellen Sitzung einstimmig erfolgte.

 Dass die CDU, die selbst mit drei Mitgliedern an der Abstimmung beteiligt gewesen sei, von einem „schockierenden Ergebnis“ gesprochen habe, sei irreführend. Schulte warnte die CDU davor, das Thema Feuerwehr, das nun langsam ruhen müsse, zum Wahlkampfthema zu machen. Wenn man mit einem Finger auf ihn zeige, zeige man mit drei anderen Fingern auf sich selbst.

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