Auf hoher See mit Kapitän Stinkesocke

Was tun, wenn die Requisite abhanden kommt? Kindertheater nutzt Vorstellungskraft!

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Piratenkampf mit Fliegenklatsche, Krückstock und jeder Menge Fantasie.

Plettenberg – Es gibt Tage, an denen scheint einfach alles schief zu laufen. Kaltes Simmerwetter, Requisiten verschwunden: Diese Gemengelage schlug Moritz aufs Gemüt. Kurzerhand wollte er das Kindertheater des Kultursommers absagen.

Zum Glück für die Kinder und deren Eltern, die sich auf dem Platz vor dem Jugendzentrum eingefunden hatten, gab es da aber auch noch Elisabeth, die Schauspielpartnerin von Moritz. Sie sprühte vor Enthusiasmus und Kreativität. „Wir tun einfach so, als ob wir auf hoher See sind“, schlug sie den Kindern vor. 

Doch während die jungen Plettenberger sofort bereit waren, mit Elisabeth eine Reise zur Pirateninsel zu unternehmen, hatte Moritz so seine Anlaufschwierigkeiten, die im Jugendzentrum entdeckten Dinge für ein Seeräuber-Abenteuer zu nutzen. Zunächst belächelte er seine Partnerin noch, als die eine Fliegenklatsche als Säbel einsetzte und ihn mit einem Wischmob jagte. 

Doch spätestens beim Bau eines Piratenschiffes aus Stühlen und Leitern war auch Moritz voller Elan dabei: „Ich bin Kapitän Stinkesocke und du das Schiffsmädchen Fischstäbchen“, rief er Elisabeth beim Segelhissen zu. 

Die Kinder, die immer wieder in das Stück mit einbezogen wurden, fanden sichtlich Gefallen an dem ungewöhnlichen Duo, das mit ganz einfachen Mitteln für viele Lacher und Staunen sorgte. Und spätestens als Kapitän Stinkesocke einen Koffer zur mobilen Kanone umfunktionierte und mit einem Wollknäuel einen Vater in der hinteren Reihe abschoss, war auch die anfangs schlechte Laune von Improvisationstalent Moritz wie weggeblasen – wie gut, dass er dieses Kindertheater nicht vorschnell abgesagt hatte.

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