Per Schwertransport über Nacht angeliefert

Spektakuläre Aktion: Brücke wird von 200-Tonnen-Kran über Hauptstraße im MK gehoben

Diese 23 Meter lange Aluminiumbrücke wurde an Mittwoch mit einem Kran von der Hochbrücke auf den Radweg gehoben.
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Diese 23 Meter lange Aluminiumbrücke wurde an Mittwoch mit einem Kran von der Hochbrücke auf den Radweg gehoben.

Per Schwertransport wurde die neue Brücke geliefert, von zwei Kränen wurde sie an ihren neuen Bestimmungsort gehoben - es waren nicht gerade alltägliche Bilder, die sich Autofahrern und Passanten am Mittwochvormittag boten.

Plettenberg - Seit 6 Uhr am Morgen parkte der Schwerlasttransport mit der Brücke auf der Hochbrücke in Plettenberg - der zentralen Verbindungsachse zwischen der Stadt und dem Ortsteil Eiringhausen. Für rund vier Stunden musste eine der insgesamt vier Fahrbahnen deswegen gesperrt werden.

In dieser Zeit bereiteten die beteiligten Firmen Schiwek aus Lüdenscheid und Glück vom Bodensee die Aktion vor Ort vor. Ihre Aufgabe war es, die 22,6 Meter lange und 3 Meter breite Aluminiumbrücke von der Hochbrücke auf den daruntergelegenen Fuß- und Radweg zu heben und sie anschließend an jener Stelle zu montieren, an der bis zuletzt eine alte Holzbrücke den Übergang über einen Lennearm ermöglichte. Diese Brücke war allerdings so marode, dass der Fahrradweg zuletzt wegen akuter Gefährdung gesperrt worden war. Sie war bereits zuvor von der Stadt in Einzelteilen abgebaut worden.

An diese Stelle auf dem Fuß- und Radweg in Plettenberg, an der sich früher eine Holzbrücke befand, wurde die Brücke montiert.

Für die Montage der neuen Brücke brauchte es nun Spezialisten. Nicolai Schiwek, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma, war am Mittwoch mit einem 110- und einem 200-Tonnen-Kran vor Ort, um die Brücke an ihren Bestimmungsort zu bringen.

Alles bereit für die Brücke in Plettenberg: Der Kran der Firma Schiwek aus Lüdenscheid hebt bis zu 200 Tonnen.

Das war gar nicht so einfach: Der Schwertransport musste auf der Hochbrücke parken, weil er mit der Brücke nicht bis auf den Radweg fahren konnte. So bedurfte es einer Übergabe vom einen zum anderen Kran: Der eine hob die Brücke von der Hochbrücke auf den Radweg, der andere manövrierte das Bauteil schließlich an seinen endgültigen Platz.

Die neue Brücke wurde auf den Fahrradweg gelegt. Ein zweiter Kran hob sie dann an ihren Bestimmungsort.

Andreas Weh, Geschäftsführer der Firma Glück, übernahm dann mit seinem Kollegen die Montage der Brücke, die auch von seiner Firma hergestellt worden ist. Mit Spezialbeton wurde die Brücke vergossen. „Die hält die nächsten 100 Jahre - mindestens“, sagte Andreas Weh.

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