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Mit Kuchen Gutes tun: Schüler wollen weiter Erdbebenopfern helfen

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Von: Sabrina Jeide

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Spendenaktion am ASG zugunsten der Erdbebenopfer
Auf Initiative der Schülerinnen und Schüler wurden am Albert-Schweitzer-Gymnasium zwei Spendenprojekte zugunsten der Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien ins Leben gerufen. Der Kuchenverkauf läuft auch noch weiter. © Sabrina Jeide

Die Welle der Hilfsbereitschaft rollt weiter und weiter. Zur Unterstützung der zahlreichen Opfer der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und in Syrien sind in Plettenberg viele Hilfsmaßnahmen angelaufen. Am Freitag organisierten das Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) und die Martin-Luther-Schule Spendenaktionen.

Plettenberg – „Kuchen hilft“ ist schon an der Eingangstür zum Albert-Schweitzer-Gymnasium in Böddinghausen zu lesen und schnell wird zu Beginn der ersten Pause die Schlange in der Mensa länger und länger: Der Kuchentisch ist das Ziel der Schülerinnen und Schüler, der an diesem Morgen wieder reich gedeckt ist.

Denn: Am ASG findet seit dem Erdbeben eine regelmäßige Aktion statt: Immer mittwochs und freitags in den großen Pausen wird Kuchen verkauft. „Die Initiative ging dabei ganz massiv von den Schülern aus“, freut sich Schulleiterin Elisabeth Minner sehr über das Engagement. Schnell erarbeitete die Schülervertretung zwei Projekte: Zum einen eine gezielte Spendensammlung in den einzelnen Klassen, zum anderen den Kuchenverkauf, der über mehrere Wochen geht.

„Das läuft wirklich gut“, loben die Schülersprecher Esat Aydin und seine Stellvertreterin Emilia Warkentin. Gemeinsam mit Azra Altinsoy, Shams Nemr, Beril Yildirim und Nilay Kartop hatten sie die Initiative für die Projekte ergriffen. Reihum sorgt an den verschiedenen Tagen nun jeweils eine Stufe für die Bereitstellung des Kuchens, den ein freiwilliges Team dann verkauft.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Am Freitagmorgen – noch bevor der Kuchenverkauf in eine neue Runde startete – hatten die Schüler bereits 3 466,89 Euro gesammelt. Die Gesamtsumme möchten sie später an Unicef spenden.

Von einer „sehr engen Betroffenheit“ berichtet Elisabeth Minner. Eine Kollegin habe ihre Tante bei dem Erdbebenunglück verloren. Damit auch die Schülerinnen und Schüler die Situation besser verarbeiten können, wurden Stellwände im Foyer aufgestellt, wo die Kinder und Jugendlichen ihre Gedanken zu der Katastrophe niederschreiben können.

Spendenaktion der Martin-Luther-Schule zugunsten der Erdbebenopfer
Auf dem Wochenmarkt hatte die Martin-Luther-Schule am Freitag ihren Stand aufgebaut. Zahlreiche Besucher unterstützten die Aktion gerne. © Sabrina Jeide

Waffeln, Kuchen, Zuckerwatte, Getränke oder türkische Spezialitäten: Ein leckerer Duft zog an diesem Freitagmorgen auch durch den Rathausinnenhof. Hier hatte die Martin-Luther-Schule einen Stand aufgebaut, um Spenden für die Erdbebenopfer zu sammeln. Auf Initiative der Mütter Sema Karagöz und Özlem Yaglicali und in Absprache mit Schulleiter Thorsten Jagusch hatte das Team zahlreiche Sponsoren (u. a. dm, Gemüse-Kebab-Haus, Sesam-Palast, Aile-Market, My Market, Mr. Treey) gefunden, die die Aktion gerne mit Lebensmitteln und benötigten Utensilien unterstützten. Die Eltern der Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-Schule waren schließlich für die Vorbereitung der Leckereien verantwortlich.

Und die Besucher des Wochenmarktes kauften fleißig, gaben meist noch großzügige Spenden und rundeten die Beträge auf. Am Vormittag schauten auch die einzelnen Klassen der Grundschule im Wieden vorbei. Die Helfer freuten sich sehr über den Zuspruch, der Erlös soll an die Hilfsorganisation Afad gespendet werden.

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