Hilfe für Raupe Nimmersatt - Bücherei stellt Bilderbuch-App vor

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Auch die Erwachsenen konnten sich nach den Kindern an der App versuchten. Und so zeigte Enkelin Emma schließlich ihrem Großvater, wie die Bilderbuch-App funktioniert.

Plettenberg - Es gibt wohl kaum einen, der sie nicht kennt: seit Jahrzehnten hat die kleine Raupe Nimmersatt einen festen Platz in den Kinderzimmern. Auch im digitalen Zeitalter ist die populäre Raupe inzwischen angekommen. So wurde am Samstagvormittag in der Stadtbücherei die Kinderbuch-App „Die kleine Raupe Nimmersatt und ihre Freunde – Spiele und Entdecke“ vorgestellt.

Im hinteren Teil der Bücherei steht ein großer Bildschirm, auf dem eine Unterwasserlandschaft zu sehen ist. Davor einige Stuhlreihen, besetzt von Kindern, Eltern und Großeltern. Ein Kind hält ein Tablet in der Hand, das die gleiche Szenerie des Bildschirms zeigt: Quallen und Krabben, ein Wal sowie allerlei Fische schwimmen durchs Bild. Dazu ertönen nacheinander verschiedene Fragen: „Welches Tier ist blau? Welches Tier hat Scheren? Welches Tier atmet Luft?“

Hochkonzentriert werden die Tiere betrachtet, bevor das entsprechende Tier angeklickt wird: ein Wal atmet Luft – klar. „Gut gemacht“ kommentiert die App. Schnell sind alle Fragen richtig beantwortet und es geht weiter zum nächsten Spiel. Hier muss eine Bärin durch ein Labyrinth gesteuert werden. Ziel ist es, das Bärenjunge zu finden.

So geht es weiter durch die App und auch die Raupe Nimmersatt darf natürlich nicht fehlen. Sie ist hungrig und die Kinder sollen ihr helfen, satt zu werden. Doch nicht mit ungesundem Süßkram, sondern mit Obst. Hier wird die Brücke zum Kinderbuchklassiker von Eric Carle geschlagen. Das Buch selbst kommt zwar in der App nicht vor, war am Samstag in der Stadtbücherei dennoch präsent: als normales Buch sowie in der digitalen Version. Brigitta Schulte vom Team der Stadtbücherei begleitete die Kinder durch den Vormittag. Es handle sich um eine sehr ruhige App, die gut kombinierbar mit den Büchern sei, erklärte sie.

Gemeinsam mit Brigitta Schulte, Mitarbeiterin der Stadtbücherei, konnten die Kinder die Bilderbuch-App am Samstagvormittag testen und gleichzeitig auf dem Bildschirm verfolgen.

Zwischen den Spieleinheiten gibt es kurze Informationen, die Bezug nehmen auf die folgenden Aufgaben. Beispielsweise wird erklärt, dass viele Meereslebewesen Eier legen und diese verlassen, bevor der Nachwuchs geschlüpft sei. Anders das Seepferdchen(-männchen), das seine Jungen auch nach der Geburt noch betreut. Im darauffolgenden Spiel sollen die Kinder die versteckten Seepferdchenjungen suchen, die sich unter Steinen und zwischen Seegras versteckt hatten.

Die Kinder spielten sehr ruhig und konzentriert. Hatte einer eine Aufgabe gelöst, wurde das Tablet weitergereicht; kam jemand nicht weiter, bekam er sogleich Hilfe. Allerdings war am Samstag mit maximal vier Kindern gleichzeitig der Andrang eher gering. Brigitta Schulte nannte das frühsommerliche Wetter als möglichen Grund, räumte aber auch ein, dass das Angebot der Kinderbuch-App bisher noch etwas zurückhaltend angenommen werde. Dennoch möchte die Stadtbücherei dieses Angebot fortsetzen.

Kinder werden heute mit digitalen Medien groß, davor könne man sich nicht verschließen, erklärt die Büchereimitarbeiterin. „Wichtig ist, dass die Eltern die Kinder nicht parken“, indem sie die Kinder ungefiltert mit dem Tablet oder Handy spielen ließen. Am besten sei es, die Spiele gemeinsam zu erleben und auch Pausenzeiten einzuhalten.

Bei der Vorstellung am Samstag sah man das ganze hingegen etwas lockerer und da kein großer Andrang war, konnten vor allem Emma und Mick die App in fast vollem Umfang testen. Ob puzzeln oder Mücken fangen, die Erstellung eines eigenen Albums mit digitalen Stickern oder die Aufzucht einer Blume: schnell hatten die Kinder erfasst, was die App von ihnen wollte und bewältigten die Aufgaben spielerisch. So viel Freunde und Begeisterung war ansteckend, sodass sich schließlich auch die Erwachsenen an der App versuchten. „Ich zeig’ dir, wie das geht“, ermunterte Emma ihren Großvater, der anschließend bestätigte, dass es sich um eine sehr schön gestaltete App für die ganze Familie handele.

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