Außergewöhnlicher Einsatz gegen Corona

Herscheid – Auf eine etwas andere Art hat der 14-jährige Maximilian (Max) Holthaus seine Freunde und Bekannten darum gebeten, während der Coronapandemie die sozialen Kontakte einzuschränken. Deshalb und aus einem spontanen Impuls heraus hat der Fotoliebhaber gemeinsam mit seinem Bruder ein aufwendiges Foto erstellt. Es handelt sich um eine sogenannte Langzeitbelichtung

Max Holthaus hat sich die Technik zunutze gemacht, um mit einer Taschenlampe in sein Bild zu malen. „Stay at home“ steht jetzt in dem fertigen Foto; das heißt auf deutsch: Bleibt zu Hause. Die Aufnahme hat der 14-Jährige schon zu Beginn des Lockdowns in sozialen Netzwerken geteilt, wo sie seine Freunde sehen konnten.

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 Bei Instagram, einem sozialen Netzwerk, das zu Facebook gehört und auf dem vorrangig Fotos veröffentlicht werden, ist Max mit zahlreichen Aufnahmen vertreten. Auf einigen davon sieht man einen sogenannten Lensball, eine Glaskugel, durch die man Landschaften fotografieren kann. Schon seit Grundschultagen an fotografiert Max – in Herscheid, im Urlaub, „überall und nirgends“, wie er sagt, aber mit einem Blick für das Außergewöhnliche. 

„Zur Einschulung habe ich meine allererste Kamera geschenkt bekommen – eine kleine Digitalkamera.“ Später dann erbte Max eine Kamera von seinem Großonkel, die mindestens genauso alt ist wie er selbst. Seitdem wuchs seine Begeisterung für die Materie. Scheinbar ist ihm das Interesse in die Wiege gelegt, denn neben seinem Großonkel fotografieren und filmen auch Max’ Opa und seine Mutter gerne. Vor etwa drei Monaten kaufte sich der junge Herscheider, der mit seiner Familie in Rärin wohnt, seine erste eigene Spiegelreflexkamera, investierte knapp 700 Euro.

 Warum er soviel Geld in die Hand genommen hat und was den Jugendlichen daran fasziniert, mit einer Spiegelreflexkamera unterwegs zu sein? Das kann Max schnell beantworten. „Ich finde es toll, eine Idee zu haben, sie auszuprobieren und am Ende zu sehen, dass ein cooles Foto dabei herauskommt“, erzählt Max, dass er gerne spontan herumexperimentiert. Inspirationen bekommt er aus Fotobüchern oder von anderen Fotografen, die ihre Bilder bei Instagram teilen. 

Größere Projekte für die Zukunft hat er noch nicht geplant, lässt sich stattdessen von seiner Kreativität überraschen. Ob er beruflich später auch in Richtung Fotografie und Gestaltung gehen möchte, weiß Max noch nicht sicher. Die Berufsfelderkundungstage seiner Schule, dem Albert-Schweitzer-Gymnasium in Plettenberg, wurden coronabedingt abgesagt. Eigentlich hätte er in diesen Tagen Praktika bei der Neuenrader Werbeagentur „Alles Werbung“ und dem Lüdenscheider Musik- und Filmproduzenten Ingo Starink gemacht. In die künstlerischen Berufe hineinschnuppern, möchte er auf jeden Fall einmal.

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