Wer für das angesammelte Laub zuständig ist und wo und wie es zu entsorgen ist

Herbstzeit ist Blätterzeit

+
Gerade bei Nässe kann das Laub zur fiesen Rutschpartie werden.

Plettenberg - Überall sieht man sie rieseln, die gelben, bräunlichen und teilweise roten Blätter der Laubbäume. Mit dem Herbst kommt auch die Laub-Saison – aber wer ist eigentlich zuständig für die Beseitigung von Gehwegen und Straßen?

Nicht nur der städtische Bauhof ist verantwortlich, wenn es um die Reinigung vom oft unliebsamen Laub geht. „Auch die Hauseigentümer sind in der Pflicht“, weiß Anna Wystrach von der Stadt Plettenberg. Sie ist verantwortlich für Abfallentsorgung und teilt mit: „Mit dem Laub ist es wie mit Sperrmüll, die Laubabfuhr kann man auch vorher anmelden, dann wird sie kostenlos abgeholt“, weiß die städtische Mitarbeiterin. Dies funktioniere über die Abfallkarten, die mindestens acht Tage vor Entsorgung ausgefüllt abgegeben werden sollten. Auch online kann die Abholung beantragt werden. Containerstandorte sind online unter www.zfa.de einsehbar. Größere Mengen können an die Bringhöfe (z.B. in Werdohl) gebracht werden. 

Öffentliche Plätze und Straßen werden in der Regel durch die Kehrmaschinen vom Laub befreit. Gehwege sind allerdings laut der Straßenreinigungssatzung grundsätzlich von den Hauseigentümern zu reinigen. Auch Sackgassen oder kleinere Verbindungswege sind teilweise von den Eigentümern zu reinigen – eine Übersicht gibt es in der Satzung zur Straßenreinigung auf der Plettenberger Homepage unter dem Reiter Bürgerservice, Veröffentlichungen, Ortsrecht/Satzungen (Punkt 7). 

„Dort steht auch, ob die Laubbeseitigung ein- oder zweimal wöchentlich durchgeführt werden muss. Wenn jemand dort zu Schaden kommt, kann es für den jeweiligen Eigentümer kritisch werden“, weiß Wystrach. Aber Vorsicht – manche Eigentümer oder Vermieter übertragen gewisse Räumungspflichten, ob Schnee oder Laub, mit dem Mietvertrag auf ihre Mieter. „Es sollte sich jeder Mieter über seine Pflichten informieren“, so Wystrach. 

Doch, was für Anwohner oder Passanten oft als lästiger Grünabfall angesehen wird, ist für viele Insekten ein notwendiger Lebensraum. Igel und andere Kleintiere wie Erdkröten sind dankbar für einen kleinen Haufen an einem schattigen Plätzchen im heimischen Garten – darin können sie nämlich überwintern. Das Beseitigen von Grünabfall im eigenen Garten ist auch nicht vorgeschrieben. Überschüssiges Laub kann auch einfach kompostiert werden. Fakt ist, eine Laubentsorgung muss in jedem Fall ordnungsgemäß durchgeführt werden. Illegales Entsorgen – beispielsweise im Wald, kann teuer werden. Die Bußgeld-Sätze können sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Mit den Strafen soll vermieden werden, dass das Ökosystem artenreicher Waldränder durch fremdes Laub gestört wird.

 Das Laub zu verbrennen ist ebenfalls in allen Kommunen verboten und nur in Ausnahmefällen erlaubt. Denn dabei entwickelt sich aufgrund der Feuchtigkeit der Blätter viel Rauch und Gestank, der schädlich für die Gesundheit sein kann. Am Dienstagmittag kam es in Holthausen zu solch einer Situation (wir berichteten). Dort hatte ein Kleingartenbesitzer Gartenabfälle verbrannt. Er könnte jetzt bestraft werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare