1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Plettenberg

„Hemmunglos geweint“: Nach 20 Jahren Abschied vom Friseurladen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Georg Dickopf

Kommentare

Alexandra Hein (Mitte), im Bild mit ihren Mitarbeiterinnen Monika Pooch und Theodora Chatzistefanou (re.) schloss den Friseursalon Central Friseur an der Grünestraße. Sie wird sich beruflich verändern.	Foto: Dickel
Alexandra Hein (Mitte), im Bild mit ihren Mitarbeiterinnen Monika Pooch und Theodora Chatzistefanou (re.) schloss den Friseursalon Central Friseur an der Grünestraße. Sie wird sich beruflich verändern. © Dickopf

Nach dem Geschenkeladen Mariposa und dem Modehaus Hamme schloss in diesen Tagen mit dem Central Friseur an der Grünestraße ein weiteres Ladenlokal im Herzen der Stadt.

Plettenberg - Inhaberin Alexandra Hein verlängerte den im Februar ausgelaufenen Mietvertrag nach einer fast 21-jährigen Selbstständigkeit nicht mehr. Insgesamt war die Friseurmeisterin fast 30 Jahre an der Grünstraße tätig – zuletzt mit ihren beiden langjährigen Mitarbeiterinnen Monika Pooch und Theodora Chatzistefanou.

„Ich werde mich beruflich etwas verändern, es bleibt aber körpernah“, verrät die gerade 50 Jahre alt gewordene Hein. „Haare sind mein Leben und werden auch weiter von mir gestylt“, sagt die Plettenbergerin, die im April als Angestellte bei BlackArtTattoo am Grafweg eine neue berufliche Herausforderung sucht und dort dann für das Piercing der Kunden zuständig sein wird.

Da der Schritt schon länger geplant war und sie ihre Mitarbeiterinnen frühzeitig informierte, konnten beide feste Anstellungen finden und nahtlos weiterarbeiten.

Auch viel gelacht

„Als es dann aber so weit war, haben wir alle drei hemmungslos geweint“, sagt Hein, die sich bei ihren zahlreichen Kunden bedankt, „die für mich in all den Jahren fast zur Familie geworden sind. Wir haben viel gelacht, manchmal geweint und immer für gute Stimmung gesorgt“, blickt Hein mit einem lachenden Auge zurück.

Die Lockdownzeit bestärkte sie in ihrem bereits zuvor gefassten Beschluss, in das Angestelltenverhältnis zu wechseln, was auch mit den langfristig und im Alter zumeist hohen Kosten der privaten Krankenversicherung zu tun hat.

Was nun aus dem über 120 Quadratmeter großen Ladenlokal im ersten Obergeschoss an der Grünestraße wird, ist derzeit noch offen.

Auch interessant

Kommentare