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Hell erleuchteter Aldi-Markt: Die Zeitschaltuhr ist schuld

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Von: Georg Dickopf

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Ein Leser hatte die Heimatzeitung darüber informiert, dass der Ohler Aldi-Markt sonntagsfrüh hell erleuchtet ist. Das Bild entstand am Dienstag. Die sonntägliche Beleuchtung soll bald der Vergangenheit angehören – die Zeitschaltuhr soll nach dem Hinweis umprogrammiert werden.
Ein Leser hatte die Heimatzeitung darüber informiert, dass der Ohler Aldi-Markt sonntagsfrüh hell erleuchtet ist. Das Bild entstand am Dienstag. Die sonntägliche Beleuchtung soll bald der Vergangenheit angehören – die Zeitschaltuhr soll nach dem Hinweis umprogrammiert werden. © Meyer

 Es ist Sonntagfrüh, 5.30 Uhr. In Ohle schlafen die meisten Bürger noch, doch die Novelis-Mitarbeiter, die um diese Zeit zur Sonntagsschicht fahren, wundern sich über die Festbeleuchtung am Ohler Aldi-Markt.

Zur Festbeleuchtung am Ohler Markt äußerte sich Aldi Nord-Sprecher Axel Vom Schemm auf Anfrage unserer Zeitung wie folgt: „Die Beleuchtung sonntags früh in Ohle ist natürlich nicht beabsichtigt, insofern danken wir für den Hinweis. Wir haben die Information intern weitergegeben und werden das umgehend prüfen. Sollte die Zeitschaltuhr falsch programmiert sein, passen wir diese sofort an.“

Bekanntlich hat Aldi-Nord beschlossen, aus Energiespargründen bestimmte Filialen bereits ab 20 Uhr zu schließen.

Ohler Markt schließt weiter um 20 Uhr

Auf Anfrage betonte Vom Schemm, dass die Aldi-Märkte in Werdohl und an der Herscheider Straße in Plettenberg auch zukünftig bis 21 Uhr geöffnet haben. Beim Aldi-Markt in Ohle bleibt es dagegen bei dem bereits vorher umgesetzten Ladenschluss um 20 Uhr.

Was den Start des Neubaus an der Herscheider Straße angeht, hatte Axel Vom Schemm weniger erfreuliche Nachrichten. „Einen Starttermin für den Neubau in Plettenberg können wir leider noch nicht bekannt geben. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan muss noch geändert werden. Wir denken, dass das Objekt nicht vor 2024 umgesetzt werden kann. Der Standort für eine Interimsverkaufsstelle muss noch gefunden werden. Erste Ideen für Grundstücke, die infrage kommen könnten, liegen jedoch bereits vor. Weitere Informationen können wir derzeit dazu aber nicht geben.“

Der Plan zeigt in roter Farbe den geplanten Aldi-Neubau parallel zur Herscheider Straße. Die grüne Spur zeigt den benötigten Platz des Aldi-Lieferverkehrs auf dem Parkplatz. Links sieht man das überbaute Korte-Grundstück und rechts in schwachem Gelbton den Umriss des heutigen Marktes.
Der Blick auf den Aldi-Markt an der Herscheider Straße zeigt am linken Bildrand die Hangfläche unterhalb der Hestenbergstraße, die die Stadt Plettenberg an Aldi abtreten würde, damit der geplante Neubau, der erst 2024 umgesetzt werden kann, parallel zur Herscheider Straße unterhalb des Hangs errichtet werden kann. © D. Lohmann

Noch Mitte September hatte Aldi-Nord-Sprecher Dennis Boczek auf Anfrage unserer Zeitung betont, dass die Fertigstellung des Aldi-Marktes von vielen Unwägbarkeiten und den schwer zu beschaffenden Baumaterialien abhängig sei. Für den Abriss des bestehenden Marktes und den Neubau benötige man generell zwischen sechs und acht Monaten.

Umsetzung erst in 2024

„Im besten Fall können wir Ende 2023 eröffnen, es kann aber auch einige Monate später werden“, sagte der Aldi-Sprecher noch im September. Nun ist eine Umsetzung des Marktes definitiv erst in 2024 realistisch, da der Bebauungsplan noch geändert werden muss.

Aldi plant bei dem Neubau eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und zusätzlich eine Betonkernaktivierung. Dahinter verbirgt sich eine Art Fußbodenheizung, die durch die Abwärme der Kühlgeräte betrieben wird.

Energiesparende und effiziente LED-Leuchten sollen in Kombination mit dem selbst erzeugten Strom dafür sorgen, dass keine zusätzliche Energie benötigt wird für den geplanten Discounter mit einer Gesamtverkaufsfläche von 1050 Quadratmetern (bisher 800).

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