David Jansen Dritter beim P-Weg-Halbmarathon 

Der heimliche Stadtmeister

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David Jansen übernahm nach dem Halbmarathonstart gleich die Führung vor Seriensieger Tim Dally (Mitte).  

Plettenberg - Das ist doch..., könnte das nicht...? Ja klar, natürlich: Der junge, trotz der Anstrengungen immer freundlich lächelnde Mann, der am Samstag das große Feld der Halbmarathonläufer bereits mit etwas Vorsprung den steilen Anstieg zur Wieckmerth hinauf führte, war ein Plettenberger.

Letztlich tauchte er aber nicht in der Stadtmeisterwertung auf. 

Ach, da bin ich doch schon lange raus“, sagt David Jansen, der Kindheit und Jugend bis zum Abitur in der Vier-Täler-Stadt verbracht hat. Danach zog es den heute 26-Jährigen in die Bodensee-Region. „Ich habe in Konstanz und Zürich studiert. 

Erst Chemie und dann habe ich noch Mathe dazugenommen“, berichtet Jansen. Kein Wunder, denn er entstammt einer Lehrerfamilie. Mutter Eva ist auch Pädagogin, hat ihrem Sohn zudem das Lauftalent in die Wiege gelegt. „Ich habe sie gerade noch abgeklatscht“, freute sich David, dass Eva Jansen als Zweite bei den Seniorinnen W50 finishte, nur gut sechs Minuten hinter Siegerin und Stadtmeisterin Vilija Lentsch. 

Für die LG Plettenberg/Herscheid ist David Jansen, der nur als Kind einmal beim P.-Weg startete, früher gelaufen, hat überdies erfolgreich für die Schachvereinigung die Figuren über das Brett gezogen. Eine Zeitlang war er auch freier Mitarbeiter beim Süderländer Tageblatt. Jetzt also lebt er seit sieben Jahre am Bodensee: „Wir haben auch beim SV Reichenau eine gute Laufgruppe“. David Jansen hat sich auf den Halbmarathon spezialisiert – allerdings auf flachem Terrain. 

„Meine Bestzeit steht bei 69 Minuten“, erzählt er. Unter anderem hat er im Frühjahr den Talwiesenlauf in Arlen gewonnen. Der P-Weg mit seinem ständigen Auf und Ab ist eigentlich also nichts für ihn, aber die Wieckmerth hoch, praktisch vor der eigenen Haustür, da wollte er sich schon zeigen. Bei der Streckenwende in Landemert war Jansen nicht mehr vorne, der Seriensieger Tim Dally und Timo Schaffeld hatten ihn überholt. 

„Es war doch sehr rutschig im Wald, da wollte ich nichts riskieren“, erzählt Jansen, der seinen dritten Rang aber bis ins Ziel verteidigen konnte. Das Pvivatduell mit Tim Dally, mit dem er sich zuletzt in Dortmund einen spannenden Zweikampf geliefert hatte, verlor er also, war aber mit Gesamtplatz drei sehr zufrieden. Gut vier Minuten vor Stadtmeister Philip Szajna erreichte der Plettenberger vom Bodensee das Ziel. 

Aber auf den Titel erhob Jansen keinen Anspruch. Wie schon gesagt: „Da bin ich doch schon lange raus.“

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