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Die Alm in der Aula: Heidi verzaubert Grundschüler

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Von: Georg Dickopf

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In der fast vollbesetzten Aula wurde den Plettenberger Grundschülern das Familientheaterstück Heidi gezeigt.
In der fast vollbesetzten Aula wurde den Plettenberger Grundschülern das Familientheaterstück Heidi gezeigt. © Dickopf

Der Lions Club Plettenberg-Attendorn sorgte nach langer Corona-Pause jetzt für eine Theateraufführung und holte dazu Heidi von der Alm in die Böddinghauser Aula.

Plettenberg – Dass die erwachsenen Plettenberger alljährlich kostenlos Aufführungen des NN-Theaters erleben dürfen, ist nichts Neues. In dieser Woche kamen aber auch fast 450 Jungen und Mädchen der Martin-Luther-Schulen, der Hallenschule und der Eschenschule in den Genuss, das Kölner NN Theater mit dem Familientheaterstück „Heidi“ in der Aula zu sehen.

Eintrittsgelder von 20 Euro und mehr, die andernorts verlangt werden, wurden in Plettenberg nicht fällig, denn dank der Unterstützung durch das Lions-Hilfswerk und den Lions Club Plettenberg-Attendorn konnten die Grundschüler der ersten bis vierten Klasse auch so mitfiebern, wie es dem Waisenmädchen Heidi ergeht.

Lions-Präsident Ralf Schawag und Angelo Castrignano, die zu der Aufführung in die nahezu voll besetzte Aula gekommen waren, trugen mit einer Spende von 2 000 Euro dazu bei, dass nach der Corona-Pause wieder Theater für die Plettenberger Grundschüler gespielt wurde.

„Wir freuen uns, diese Tradition der Kunstgemeinde Plettenberg mit der Kultour GmbH fortführen zu können“, sagte Schawag. Noch dazu sorgte das Lions-Hilfswerk dafür, dass die Kinder mit Sonderbussen nach Böddinghausen ins Schulzentrum gebracht wurden. Und auch Sylvia Eick freute sich als Geschäftsführerin der Kultur GmbH, den Kindern vor Weihnachten ein besonderes Schmankerl bieten zu können. Dafür sorgte das in Plettenberg allseits bekannte NN-Theater-Duo Irene Schwarz und Michl Thorbecke gemeinsam mit Heidi, mit vier Hingabe gespielt von Aischa-Lina Löbbert.

Ralf Schawag, Aischa-Lina Löbbert, Irene Schwarz, Michl Thorbecke, Sylvia Eick und Angelo Castrignano vor dem Stück auf der Böddinghauser Bühne.
Ralf Schawag, Aischa-Lina Löbbert, Irene Schwarz, Michl Thorbecke, Sylvia Eick und Angelo Castrignano vor dem Stück auf der Böddinghauser Bühne. © Dickopf

Und so litten die Grundschüler mit dem Waisenmädchen, das von ihrer Tante Dete auf die Alm des grantigen Großvaters abgeschoben wird – eine Paraderolle für Michl Thorbecke.

Allen Befürchtungen zum Trotz nimmt der verbitterte alte Mann das Mädchen auf und baut eine liebevolle Beziehung zu ihr auf. Oben in den Bergen blüht Heidi auf, knüpft eine innige Freundschaft zum Ziegenpeter und entdeckt die Natur. Sie ist zum ersten Mal in ihrem Leben richtig glücklich. Aber bereits nach zwei Jahren holt ihre Tante sie zurück in die Stadt. Der Verlust ist groß und Heidi wird krank.

Irene Schwarz und Heidi (Aischa-Lina Löbbert) gingen nach der Vorführung noch mit einigen Grundschülern auf Tuchfühlung.
Irene Schwarz und Heidi (Aischa-Lina Löbbert) gingen nach der Vorführung noch mit einigen Grundschülern auf Tuchfühlung. © Büsing

Das NN Theater Köln bearbeitete den „alten Stoff“ neu. Schließlich findet man in der Vorlage alles, was ein richtiges Melodram ausmacht: Armut und Krankheit, das Böse und das Gute, Treue und Verrat. Mit Sinn für Humor; Tragik und viel Fantasie wird diese Inszenierung die großen und kleinen Zuschauer in eine andere Welt entführen. Natürlich spielte die Live-Musik – das Xylophon stand auf einem Bügelbrett – auch in dieser NN Theater-Inszenierung eine tragende Rolle.

Und am Ende durften einige Grundschüler noch mit Heidi und Tante Dete auf Tuchfühlung gehen.

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