Im Rat wird angeregt diskutiert, welcher Ausschuss das Sagen hat

Hahnenkämpfe um Bolzplatz-Zukunft

Um die Zukunft des Bolzplatzes in der Verlängerung der Brauckstraße in Eiringhausen entwickelte sich im Rat eine hitzige Diskussion und ein Kompetenzgerangel.  

Plettenberg - Kompetenzgerangel gab es am Dienstag in der Ratssitzung, als es um die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes ging. Wobei der eigentliche Planbereich, der Bestandteil des Förderantrags war, gar nicht zur Debatte stand. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Carsten Hellwig bat die Verwaltung stattdessen zu prüfen, „ob der Bolzplatz so schlecht frequentiert ist, dass er aufgegeben werden soll. Ich finde es traurig, wenn er für Parkplätze wegfallen würde“, fand Hellwig.

Er setze darauf, dass darüber im Jugendhilfeausschuss noch einmal beraten werde. Das sah Klaus Ising (CDU) als Vorsitzender des Planungsausschusses anders. Dort sei gegen die Stimmen der FDP entschieden worden, den Bolzplatz aufzugeben, um die 25 fehlenden Parkplätze im Bereich des ehemaligen Bahnhofgrills zu kompensieren. 

Im Jugendhilfeausschuss soll laut Ising lediglich über die Zukunft des Spielplatzes diskutiert werden „Ob der Bolzplatz weg kommt, entscheiden wir im Jugendhilfeausschuss“, stellte Klaus Salscheider als Vorsitzender des besagten Ausschusses fest. Michael Schulte (FDP) verwies in dem Zusammenhang auf den Vorschlag von Helge Staat (SPD), die Diskussion über den Bolzplatz in den Jugendhilfeausschuss zu verlegen. 

Dem sei der Planungsausschuss aber nicht gefolgt, da man sich weitgehend einig war, dass der Bolzplatz wegfallen soll. Bärbel Keiderling (Parteilos) gab zu verstehen, dass sie lieber einen Bolzplatz als einen Parkplatz hinter dem Haus hätte und Dietmar Rottmann (CDU) bat abschließend darum, die Entscheidung über den Verbleib von Spiel- und Bolzplatz doch „bitteschön dem Fachausschuss zu überlassen. Lasst uns in Ruhe arbeiten“, lehnte er vorschnelle Beschlüsse ab. 

Nachdem die Kompetenzen unter den Ausschussvorsitzenden mehr schlecht als recht geklärt waren, hatte Bauamtsleiter Sebastian Jülich auch noch schlechte Nachrichten von der Bezirksregierung in Sachen Förderbescheid. Nachdem man sich beeilt habe, den Antrag rechtzeitig einzureichen, müsste dieser nun neben vielen weiteren Förderanträgen zunächst noch einmal zur Prüfung nach Düsseldorf geschickt werden, ehe der Förderbescheid erteilt werde. Vorher könne mit dem Bau nicht begonnen werden.

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