Fußgängerbrücke am Elsebach

Hängepartie um Brücke in Plettenberg: Straßen.NRW hat wohl wichtige Unterlagen verbummelt

Die geplante Ising-Brücke an der Schlieffenstraße.
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Die geplante Ising-Brücke an der Schlieffenstraße ist seit fast zehn Jahren immer mal wieder ein Thema. Nun verzögern fehlende Statik-Unterlagen die Umsetzung.

Wann die Fußgängerbrücke über die Else, die im Volksmund auch als „Ising-Brücke“ bezeichnet wird, gebaut wird, ist derzeit ungewiss, denn wichtige Unterlagen zur Statik fehlen.

Plettenberg – Es ist mehr als neun Jahre her, dass CDU-Ratsherr Klaus Ising den Antrag stellte, von der Wallumgehung eine Fußgängerbrücke über die Else in Richtung Schlieffenstraße zu bauen, um damit den Parkdruck an der Kaiserstraße zu minimieren. Wer beispielsweise zur Post wolle, könne dann auch an der Wallumgehung parken, wo sich 18 Parkplätze entlang der Umgehungsstraße befinden.

Die Post-Filiale befindet sich mittlerweile ein Stück weiter in Richtung Innenstadt, doch die Umsetzung des im Volksmund als „Ising-Brücke“ bezeichneten Bauwerks wird gerade zur Hängepartie.

Ursprünglich sollte der Bau der Brücke bereits im letzten Jahr unter Berücksichtigung von Fördermitteln (Stichwort Stadtkante) umgesetzt werden, doch dazu kam es nicht. Woran die Umsetzung bislang scheiterte, erklärte Bürgermeister Ulrich Schulte auf Anfrage von Ratsherr Klaus Ising. Um Kosten zu sparen sei entschieden worden, die Brücke auf die beiden Stützwände des Elsebachs aufzulegen.

Die Stützwände befinden sich jedoch im Eigentum von Straßen.NRW. Bei den am 13. Oktober 2020 von der Stadt Plettenberg eingereichten Plänen habe eine Statik zur Brücke gefehlt. Die entsprechenden Unterlagen zur Statik der Betonwände lagen im Rathaus nicht vor.

Und auch beim Landesbetrieb Straßen.NRW fanden sich die statischen Unterlagen zu den Betonwänden nicht im Archiv, obwohl der Landesbetrieb die Wände beim Bau der Wallumgehung errichten ließ.

Dort kündigte man an, noch einmal genau suchen zu wollen. Erst wenn diese Unterlagen vorliegen, könne festgestellt werden, ob die Betonfundamente die Last der aufgelegten Brücke tragen könnten, zumal die Stützmauern auch noch eingeschnitten werden müssten. Sämtliche Um- und Anbauten seien „konstruktive Schwachstellen“ und würden den Unterhaltungsaufwand erhöhen. Daher werde man dem Vorhaben auch nur zustimmen, wenn die Stadt Plettenberg die sogenannte Baulast und damit auch die rechtliche Verantwortung für die Stützmauer und die Brücke übernehme.

Doch ob es überhaupt zum Bau der rund 40.000 Euro teuren Fußgängerbrücke aus Aluminium kommt, ist derzeit offen. Zunächst muss mittels einer Statik die Belastbarkeit der Betonwände nachgewiesen werden. Und dazu müssen die besagten Statik-Unterlagen gefunden werden. 

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