Affelner Straße polarisiert weiter

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Die zu fällenden Bäume entlang der Affelner Straße wurden gestern für die anstehende Straßensanierung markiert. 

Plettenberg - Die im Frühjahr geplante Sanierung der Affelner Straße bietet weiter jede Menge Zündstoff. So zeigte sich Elisabeth Minner, Schulleiterin am Albert-Schweitzer-Gymnasium, völlig überrascht, als sie von der sechsmonatigen Vollsperrung in der Heimatzeitung las.

„Es kommen jeden Morgen allein 45 Schüler aus Affeln und Altenaffeln mit dem Bus nach Böddinghausen. Wann sollen die denn morgens losfahren, um pünktlich hier zu sein“, fragte sich die Direktorin, die diesbezüglich viel Diskussionsbedarf sah. Den sehen auch Plettenbergs Bürgermeister Ulrich Schulte und der Neuenrader Amtskollege Antonius Wiesemann, die gemeinsam einen Brief verfassen wollen.

 „Darin bitten wir um einen Gesprächstermin mit den Verantwortlichen und wollen wissen, ob nicht doch eine einseitige Sperrung möglich ist oder ob die Vollsperrung zumindest nur in den Osterferien und Sommerferien möglich ist“, erläuterte Schulte. Beim Landesbetrieb Straßen.NRW signalisierte man ebenfalls Gesprächsbereitschaft. „Allerdings“, so erklärte Dirk Stiepert als einer der Projektverantwortlichen, „dreht sich alles um die Arbeitsstättenregel für Straßenbaustellen.“ Diese Vorgabe – im Amtsdeutsch geht es um die „ASR 5.2“ – sei verschärft worden und mache es nahezu unmöglich, die erforderlichen Sicherheitsabstände im Baustellenbereich für eine einspurige Verkehrsführung einzuhalten. 

„Uns sind die Hände gebunden. Wir benötigen eine Arbeitsbreite von 8,40 Meter für eine einspurige Lösung doch so viel Platz haben wir im Bereich der Affelner Straße leider nicht.“ Der Landesbetrieb müsse sich an die neuen Vorgaben halten, die vor wenigen Jahren noch anders aussahen. 

„Wenn wir die Maßnahme jetzt halbseitig ausschreiben, würde die Baustelle vom Amt für Arbeitsschutz wahrscheinlich die Baustelle stilllegen“, erklärte Stiepert. Ungeachtet dessen zeigte er sich offen für ein Gespräch. „Man kann immer darüber reden“, so Stiepert abschließend. Im Hinblick auf die im Frühjahr geplante Sanierung der Affelner Straße, für die gerade die Ausschreibung läuft, markierte Straßen.NRW Mitarbeiter Hans-Georg Heller gestern die zu fällenden Bäume im Uferbereich. Demnach soll auch der Straßenabschnitt, der vom Birnbaum zum Ausspann führt, neu aufgebaut werden, da die hangseitige Fahrbahn abgängig ist.

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