Umbau der Ampelsteuerung bei laufendem Verkehr

Grünes Licht am Lennekreuz

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Am Lennekreuz gab es gestern Verkehrsbehinderungen durch den Umbau der Ampelanlage.

Plettenberg - Am unfallträchtigen Lennekreuz gab es am Donnerstag eine mehrstündige „Operation am offenen Herzen“ der Anlage. Um in der Medizinsprache zu bleiben: Es gab nur kleinere Komplikationen und der Patient ist trotz mehrstündiger Herzausfälle wohlauf.

Das „Herz“ der Ampelanlage versteckt sich in einem großen Schaltschrank, der angesichts des regnerischen Sommers mit einem Zelt versehen worden war. Unter der Plane war Servicetechniker Bernd Hartmann von der Firma Swarco aus Bochum gestern damit beschäftigt, die Software aufzuspielen.

Anders als ursprünglich geplant, verzichete das auf die Signalsteuerung von Ampelanlagen spezialisierte Unternehme auf die Sperrung des Hestenbergstunnels.

„Im Feierabendverkehr gab es kleinere Rückstaus, aber eigentlich hat alles ganz gut geklappt“, war Hartmann mit dem Ablauf des Tages zufrieden.

Servicetechniker Bernd Hartmann testete die neue Software der Ampelanlage am Lennekreuz gestern Nachmittag ein letztes mal, ehe die Ampelsteuerung umgestellt wurde.

Der Umbau der Ampel, für den einige Signalgeber per Hubwagen umgebaut werden mussten, begann gestern bereits in den Morgenstunden. Nötig wurde der Umbau nach einer Auswertung der Unfallzahlen. Immer wieder kam es im Bereich des Lennekreuzes zu Unfällen beim Linksabbiegen. Dabei mussten die Verkehrsteilnehmer bisher auch auf den aus der Gegenrichtung kommenden Verkehr achten. Diesen „Konflikt“ gibt es in Zukunft nicht mehr, denn ab sofort signalisiert ein grüner Pfeil das geführte Linksabbiegen ohne Gegenverkehr.

Für diese Umstellung war eine aufwändige Umprogammierung der Ampelsteuerung notwendig, was den Umbau verzögerte. Als Konsequenz für die erhöhte Sicherheit sind die Wartepausen in den Rotlichtphasen nun etwas länger. Dafür dürfte die Zahl der Unfälle am Lennekreuz in Zukunft deutlich abnehmen.

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