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Hilfe für die Helfer: Unternehmen erfüllt Tafel-Wunschzettel

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Von: Volker Griese

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Spende für die Plettenberger Tafel
Zahlreiche Lebensmittel-Spenden gab es von der Firma Kracht auch für die Plettenberger Tafel. Leiterin Susanne Vollmer (links) nahm die Waren dankend entgegen. © Volker Griese

Mit einer großzügigen Spende hat der Werdohler Pumpenspezialist Kracht die Arbeit von vier Tafeln im Märkischen Kreis unterstützt. Auch die Hilfsorganisation in Plettenberg profitiert davon.

Plettenberg – Die Tafeln stecken flächendeckend in einer Krise: Während immer mehr Supermärkte ihre Waren mit nur noch kurzer Haltbarkeit lieber selbst preisreduziert an ihre Kunden abgeben, anstatt sie wie früher den Tafeln zu spenden, treiben die steigende Inflation, der Krieg in der Ukraine und andere Krisen den Hilfsorganisationen neue Menschen in die Arme. Von einer Zunahme der Hilfesuchenden um 20 Prozent ist die Rede. Infolgedessen stehen für immer mehr Tafel-Kunden immer weniger Lebensmittel zu Verfügung.

Firmenchef Heiko Zahn habe von dieser Notlage der Tafeln gehört und entschieden, die Organisationen, die im Wirtschaftskreislauf nicht mehr verwendungsfähige Lebensmittel an Bedürftige verteilen, zu unterstützen, erklärte Kracht-Pressesprecher Johannes König. Die Tafeln aus Plettenberg, Werdohl, Lüdenscheid und Iserlohn konnten sich über Lebensmittel- beziehungsweise Geldspenden freuen. Insgesamt 10 000 Euro machte das familiengeführte Werdohler Unternehmen locker.

Die Tafeln hatten die Wahl zwischen Sach- oder Geldspende. Während sich die Iserlohner Tafel für eine Zuwendung in Höhe von 2 500 Euro entschied, stellten die Organisationen aus dem Südkreis kurz vor Weihnachten einen Wunschzettel zusammen: Darauf standen Nudeln, Reis und Mehl, Gemüse- und Obst- und Fischkonserven, Margarine und Speiseöl, aber auch Schokolade.

Die Firma Kracht besorgte all diese Dinge im Wert von insgesamt 7 500 Euro bei einem Arnsberger Großhändler, der die Spendenaktion auch noch unterstützt habe, indem er die Waren kostenlos nach Werdohl geliefert habe, berichtete König. Am Mittwochnachmittag konnte auf dem Kracht-Firmengelände alles in die Transporter der Tafeln eingeladen werden. Die Vertreter der Tafeln bedankten sich sehr für die Unterstützung, die Versorgung der Tafel-Kunden sei ohne derartige Spenden momentan nicht vorstellbar, hieß es.

Die Firma wolle mit ihrem Engagement ein Beispiel geben, sagte Johannes König: „Wir hoffen, dass weitere regionale Unternehmen ebenfalls über eine Unterstützung der Tafeln nachdenken.“

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